Aachen: Der Fahrer tankt Kaffee, das Fahrzeug Strom: Neue Ladesäule am Quellenhof

Aachen: Der Fahrer tankt Kaffee, das Fahrzeug Strom: Neue Ladesäule am Quellenhof

Im Quellenhof einen Cocktail oder Kaffee schlürfen und gleichzeitig auf Kosten des Hauses das Elektroauto aufladen. Was sich anhört wie ein Werbegag, ist seit Dienstag Realität. Eine von insgesamt elf Schnellladestationen befindet sich vor dem Haupteingang der feinen Aachener Adresse an der Monheimsallee und braucht kaum eine halbe Stunde um die Akkus zu füllen.

Wem der Cocktail zu teuer ist, geht einfach an die Rezeption und bezahlt zwei Euro für die Ladung. Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie macht den teuren Aufbau der geplanten elf Ladesäulen durch die Stawag möglich. Geplant sind Standorte auf den Parkplätzen von Supermärkten: am Krugenofen, am Markt in Eilendorf, an der Vaalser Straße nahe der Grenze und in der Alt-Haarener- Straße.

Ausschließlich grüner Strom

„Damit der ökologische Vorteil der Elektromobilität voll zum Tragen kommt, liefern wir an unseren Ladesäulen ausschließlich grünen Strom“ erläutert Wilfried Ullrich vom Vorstand der Stawag.

Schon seit 2008 setzt sich die Stawag für die Elektromobilität ein. Sie betreibt aktuell ein Ladenetz mit 40 Ladesäulen und 70 Ladepunkten. An einigen Säulen befinden sich mehrere Ladepunkte nebeneinander. Am Theaterplatz, an der Schanz, am Neumarkt, am Pontdriesch und in der Hackländerstraße fließt Strom, an der Krefelder Straße und am Klinikum gibt es schon Schnellladestationen.

Im Quellenhof lag bisher nur ein Ladekabel in der Tiefgarage. Da musste das E-Mobil über Nacht bleiben um wieder mobil zu sein. Walter Hubel, der Hotelchef des Quellenhofs, ist nun froh, dass die Zusammenarbeit mit der Stawag recht schnell zu einer wichtigen Verbesserung geführt hat. Zudem, wie er sagt, ein umweltfreundlicher Hotelbetrieb seit Jahren Priorität habe.

Auch die Stawag tut einiges, um die Umwelt zu schonen und die Verkehrswende zu beschleunigen. Jeder Stawag-Kunde erhält bei Bedarf eine kostenlose Ladekarte, die bundesweit und in den benachbarten Niederlanden eingesetzt werden kann, um das Elektroauto flott zu machen.

Darüber hinaus gewährt das Unternehmen Zuschüsse beim Erwerb eines Elektroautos und dem Anbau von Wandladestationen zu Hause. Demnächst wird es über 50 Ladestationen für bisher 350 in Aachen gemeldete Elektroautos geben.

Mehr von Aachener Zeitung