Aachen: Der Countdown zum 48. ATG-Winterlauf läuft

Aachen: Der Countdown zum 48. ATG-Winterlauf läuft

Spezielle Winterkleidung zum Sport konnte André Collet vor drei Wochen noch mit gutem Gewissen im Schrank hängen lassen. Der 39-Jährige ist gerade erst aus Gibraltar zurückgekehrt. Ja, Urlaub hat er auch ein wenig gemacht. Im Vordergrund seiner Reise auf die Iberische Halbinsel stand vielmehr eine enorme physische Herausforderung.

André Collet nahm an der gleichzeitig ausgetragenen Europa- und Weltmeisterschaft im Ultramarathon über 100 Kilometer teil - und das mit einem beachtlichen Erfolg: Als bester Deutscher holte Collet die EM-Bronzemedaille, in der WM-Wertung wurde er Sechster. Am 12. Dezember schnürt er erneut die Laufschuhe. Er ist einer von 2500 Teilnehmern des diesjährigen ATG-Winterlaufs.

Krass: 100 Kilometer in sieben Stunden

Zum zweiten Mal überhaupt wagte sich Collet in Gibraltar, die 100-Kilometer-Hürde bei einer WM auf sich zu nehmen. Wenn man so will, ist der ehrgeizige Sportler gar ein Frischling im Ultramarathon. Die Nominierung für das Nationalteam kam erst vor einem Jahr. Bis dahin war Collet ausschließlich in Marathonwettkämpfen unterwegs. „Die 100 Kilometer waren für mich etwas komplett Neues. Die physische Belastung kann man sich als Außenstehender kaum vorstellen. Da reicht es nicht, ein paar Wochen vorher zu trainieren”, sagt er.

Die Laufzeit mag da dem Laien ein wenig mehr Lichts ins Dunkle bringen. Sechs Stunden und 51 Minuten: So lautet seine bisher beste Leistung in Gibraltar. „Das geht mächtig an die Substanz. Das kann man mit einem Marathonlauf kaum vergleichen”, meint Collet, der seit Jahren etwa beim Monschau-Marathon als Bester die Ziellinie überquert.

Und weil die 100 Kilometer so ihre Spuren hinterlassen haben, fällt die intensive Vorbereitung auf den 48. ATG-Winterlauf derzeit ein wenig kürzer aus. „Ich befinde mich momentan noch in der Regenerationsphase. Da steigt man dann auch schon mal öfter auf den Fahrradtrainer”, verrät Collet. Wer jedoch über 100 Kilometer die Bronzemedaille gewinnt, der dürfte doch bei einem 18-Kilometer-Lauf keinerlei Probleme haben, oder etwa doch? „Diese Meinung vertreten viele. Doch man vergisst schnell, dass beim ATG-Lauf ein ganz anderes Tempo gelaufen wird, als beim Ultramarathon. Ich bin gut in Form, doch für einen der vorderen Plätze wird es wohl nicht reichen”, schätzt der 39-Jährige.

Der Lauf schlechthin hier in der Region

Dennoch: Auch bei seiner achten ATG-Lauf-Teilnahme wird Collet mit dem nötigen Ehrgeiz an den Start gehen. „Das ist einfach der Lauf schlechthin hier in der Region. Die Konkurrenz ist groß, es sind viele bekannte Läufer dabei und für die Zuschauer ist es Jahr für Jahr ein tolles Erlebnis.”

Ab sofort gibt es die Startnummern für den Winterlauf

Der ATG-Winterlauf am 12. Dezember ist schon lange ausgebucht. Start ist um 11 Uhr. Auch Nachmeldelisten gibt es nicht. Wichtige Daten stehen aber bereits fest.

Die Startnummernausgabe erfolgt bis Freitag, 10. Dezember (10 bis 19 Uhr) beim Sporthaus Drucks an der Alexanderstraße 29. Am Samstag, 11. Dezember (13 bis 17 Uhr) und am Lauftag selbst (8 bis 9 Uhr) kann man die Startnummern bei der ATG selbst am Chorusberg abholen.

Starterlisten finden die Teilnehmer unter http://www.teamsoft-sportzeit.de im Internet.

Transferbusse (kostenlos) starten am Sonntag bereits ab 8 Uhr ab Chorusberg. Die Veranstalter bitten, bereits die ersten Busse zu benutzen. Da am Sportplatz keine Parkplätze zur Verfügung stehen, empfiehlt sich auch die Anfahrt mit der Aseag. Nahe am Start befindet sich ein beheizter Aufenthaltsraum. Umziehen kann man sich am Chorusberg und im Waldstadion. Auf dem Parkplatz nahe dem Start kann man Kleidung in selbst mitgebrachten Tüten abgeben, die dann zum Ziel transportiert werden.

Verpflegungsstellen gibt es zwei: nach etwa acht Kilometern an der „Bahnhofsvision” in Kornelimünster und am Parkplatz Monschauer Straße, versorgt von der Lebenshilfe.

Jeder Finisher erhält ein Präsent - was, ist eine Überraschung. Die Ergebnislisten stehen am Sonntagabend im Internet.