Qualifizierung für den Arbeitsmarkt: Den Umgang mit Hightech-Geräten bei „low-tec“ erlernen

Qualifizierung für den Arbeitsmarkt : Den Umgang mit Hightech-Geräten bei „low-tec“ erlernen

An drei neuen Hightech-Geräte können fortan Arbeitslose Menschen oder die von Arbeitslosigkeit bedroht sind bei „low-tec“ den Umgang mit hochmodernen Maschinen lernen.

„Low-tec“ wird Hightech: Auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Personen können bei „Low-tec“ – einer gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft – fortan nicht nur traditionelles Feilen und Bohren, sondern auch den Umgang mit hochmodernen Maschinen lernen.

„Die Industrie entwickelt sich immer weiter“, erklärt Corinna Bornscheuer-Heschel, Standortleiterin in der Städteregion Aachen. „Wir konnten die Menschen nicht mehr nach dem heutigen Technologiestandard ausbilden.“

Mit einem neuen Faserschneider soll das künftig funktionieren. „Man kann damit zweidimensionale Gegenstände aus Aluminium oder Stahl produzieren“, erläutert Werkstattkoordinator Arne Wilkner. Zum Beispiel: Lesezeichen, Flaschenöffner oder Schilder. Von Arbeitslosigkeit bedrohte oder arbeitslose Menschen sollen die Steuerung des Laserschneiders erlernen, um anschließend ähnliche Maschinen bedienen zu können. Dabei können die Personen an der Entwicklung marktfähiger Produkte teilhaben. Ebenso wurden eine hochwertige Formatkreissäge und Säulenbohrmaschine angeschafft.

Insgesamt rund 80.000 Euro kosteten die drei Hightech-Geräte. Die Hälfte steuerte die Evangelische Stiftung für Kirche und Diakonie im Kirchenkreis Aachen bei. Zwar sei die Förderung einer Maschine vermutlich unüblich für die Stiftung, meint Pfarrer Martin Obrikat. „Aber es ist eine sehr nachhaltige und langfristige Investition.“

Bis die großen, schweren Geräte an den gewünschten Stellen platziert werden konnten, vergingen übrigens Monate. Erst war der Laserschneider nicht lieferbar, dann passte er durch keine Türe. „Wir mussten neue Mauern ziehen und Türen einbauen“, erzählt Bornscheuer-Heschel.

Dass „Low-tec“ industrienah produziert, ist unterdessen nichts Neues. Am Hauptsitz in Düren kooperiere man schon länger mit der Papierindustrie, sagt Dagmar Becker, Vorsitzende des Aufsichtsrates. Auch in Aachen bestehe Kontakt zu diversen Firmen – allerdings eher im Bereich Metall statt Papier.

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