Internationaler Karlspreis: Den Karlspreis verbreiten, um Europa zu verbreiten

Internationaler Karlspreis : Den Karlspreis verbreiten, um Europa zu verbreiten

„Fun, fun, fun!“ Wenn Susanne Schwier, die für Kultur zuständige Beigeordnete der Stadt Aachen über das Karlspreis-Rahmenprogramm spricht, wird deutlich, dass es bei den rund 50 Terminen in den kommenden viereinhalb Wochen um mehr geht als nur politische Bildung.

Sie sei schon stolz darauf, dass der spanische König Felipe VI. am Donnerstag, 30. Mai, die Festrede für António Guterres halten werde, sagt Susanne Schwier. „Der König ist häufig zu Gast in Aachen, und für uns ist das ein Zeichen, dass er sich mit der Stadt und dem Karlspreis sehr verbunden fühlt.“ Stolz sei sie aber auch auf das etwa 50 Punkte umfassende Rahmenprogramm, das am Montag, 29. April, beginnt, und viereinhalb Wochen andauert. Zentrale Themen sind der Klimawandel, die Rolle Europas in der Weltpolitik und – natürlich – die Europawahl, die kurz vor der Verleihung des Karlspreises, am Sonntag, 26. Mai, durchgeführt wird.

Ob Annalena Baerbock von den Grünen (Montag, 29. April, 18 Uhr), Fabio De Masi von den Linken (Freitag, 3. Mai, 18 Uhr), Elmar Brok von der CDU (Montag, 6. Mai, 18 Uhr), Andreas Pinkwart von der FDP (Mittwoch, 8. Mai) oder Sigmar Gabriel von der SPD (Freitag, 24. Mai): Allein im Ludwig Forum in Aachen treten viele politische Hochkaräter auf um mit den Besuchern darüber zu diskutieren, wie das Europa der Zukunft aussehen soll. Und es gibt noch viel mehr.

Ein zentraler Punkt, so erklärte der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums und ehemaliger Aachener Oberbürgermeister Jürgen Linden, sei, den Karlspreis zu öffnen, gerade auch für junge Menschen. „Wir müssen den Karlspreis verbreiten, um den Europa-Gedanken zu verbreiten“, sagt er. Die Völker auf dem Kontinent müssten zusammenarbeiten, und dazu will man in Aachen einen kleinen Teil beisteuern.

Sie stellen das Rahmenprogramm des diesjährigen Karlspreises vor: Bernd Vincken, Geschäftsführer der Karlspreis-Stiftung, Susanne Schwier, Beigeordnete der Stadt Aachen sowie Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums. Foto: Stadt Aachen/David Rüben

Junge Leute werden eingebunden

So gehört mittlerweile die Verleihung des Euregio-Schüler-Literaturpreises (Donnerstag, 16. Mai, 18 Uhr, Altes Kurhaus in Aachen) genauso zum Rahmenprogramm wie das zweitägige Open Air-Festival auf dem Katschhof mit viel Live-Musik (29. und 30. Mai), das unter der Federführung von Rick Takvorian zusammengestellt worden ist. Auch die Medien und Social Media-Plattformen spielen eine Rolle: So spricht der polnische Journalist Adam Krzeminski mit den Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Aachen (Donnerstag, 16. Mai, 11.45 Uhr) über die Pressefreiheit in Europa. Über die Gefahr von Populismus unterhalten sich NRW-Innenminister Herbert Reul, RWTH-Sprachwissenschaftler Thomas Niehr, Jürgen Linden und Thomas Thelen, Chefredakteur unserer Zeitung, auf Schloss Zweibrüggen (Mittwoch, 15. Mai, 18.30 Uhr).

Wesentlicher Bestandteil ist mittlerweile auch die Verleihung des Jugendkarlspreises am Vortag des eigentlichen Karlspreises. „Wir haben vier Tage lang die 28 Landessieger des Jugendkarlspreises zu Gast“, sagt Bernd Vincken, Geschäftsführer der Karlspreis-Stiftung. Und wenn am Ende auch nur drei Preise für die besten Projekte überreicht werden: „Für uns sind das alles Gewinner, und der Hauptgewinner ist Europa“, so Vincken.

Das komplette Programm mit ausführlichen Informationen zu allen Programmpunkten ist im Internet unter www.karlspreis.de abrufbar.

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