Stadtmeisterschaft: Das „V“ kann schon mal eingraviert werden

Stadtmeisterschaft : Das „V“ kann schon mal eingraviert werden

Keine Überraschung im zweiten Halbfinale der Stadtmeisterschaft: Eintracht Verlautenheide setzt sich mit 2:0 gegen Rhenania Richterich durch und trifft nun im Finale auf Vaalserquartier.

Die Spieler von Eintracht Verlautenheide waren heiß, das wurde schon deutlich am frühen Eintreffen der Mannschaft. Das Ziel hieß Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft, zu verlockend war die Aussicht, sich erstmalig in die Siegerliste des Turniers eintragen zu können. Dieses Gefühl kannte der gestrige Gegner bereits, Rhenania Richterich durfte den Sparkassen-Cup des Hauptsponsors gleich dreimal in die Höhe halten. 2001, 2005 und 2006 kam der Sieger von der Grünenthaler Straße. Aktiv aus dieser Mannschaft war am gestrigen Abend aber niemand mehr.

Vielmehr galt die Rhenania als leichter Außenseiter, spielt doch der Gegner aus Verlautenheide gleich zwei Ligen höher in der Landesliga. Doch Favoritenstürze hatte es im Verlauf des Turniers bereits zuhauf gegeben, die Eintracht war also gewarnt. Die Spieler in Blau aus Verlautenheide ließen aber von Beginn an keine Fehldeutungen zu, der Druck wurde nach einer kurzen Eingewöhnungsphase immer höher. Richterich zog sich zurück und suchte sein Heil in Kontern. Aber die größere Handlungsschnelligkeit und die bessere Technik fielen eindeutig für den Gegner in die Waagschale.

Dokumentiert wurde dies in der 24. Minute, als Onur Baslanti mit einer schönen Körperdrehung, mit dem Rücken zum Tor stehend, das 1:0 für Verlautenheide erzielte. Einige zaghafte Richtericher Versuche sorgten für etwas Entlastung, allein der Erfolg blieb aus. Bis zur Pause gelang keiner Mannschaft eine Resultatsänderung, das 1:0 hatte Bestand. Die Parallelen zum ersten Halbfinale häuften sich, auch am Donnerstag verflachte das Spiel zunächst. Verlautenheide ließ Ball und Gegner laufen, ohne kreativ zu werden und Chancen herauszuarbeiten. Richterich mühte sich nach Kräften, war aber nicht in der Lage, für größere Verwirrung zu sorgen.

Mit zunehmender Spielzeit wurde Verlautenheide noch überlegener, die Richtericher Kräfte ließen nach. Das 2:0 in der 85. Minute durch André Baumann war die Vorentscheidung, am Ende stand ein verdienter 2:0-Sieg des Favoriten. Das V kann also schon einmal eingraviert werden, der neue Titelträger kommt entweder aus Vaalserquartier oder aus Verlautenheide. Es wird in jedem Fall eine Premiere, die Motivation dürfte entsprechend hoch sein. Bezirksliga gegen Landesliga, die Karten sind nur vordergründig verteilt.

In Freund hoffen sie auf einen schönen Zuschauerzuspruch, die Organisatoren würden sich freuen. Doch zunächst darf man sich an der Birkenstraße ausruhen, am Samstag wird im Vereinskreis der hundertste Geburtstag der Germania gefeiert. Aber am Sonntag ab 13 Uhr sind alle wieder auf ihren Posten.

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