Das Stück "Haus Nr. 7" feiert Premiere im "ChaOSTheater" Aachen

Tiefgründiges Theaterstück um psychische Erkrankung : Schauspieler geben ihren Rollen ein Gesicht

Das „ChaOSTheater“ ist für seine tiefgründigen und anspruchsvollen Stücke bekannt. Dort reiht sich nun auch das Schauspiel „Haus Nr. 7“ der iranischen Autorin Sepideh Shokri ein, das am Donnerstagabend im Bürgerzentrum St. Fronleichnam Premiere gefeiert hat.

Das Stück begleitet die Reise des Schriftstellers Alfred, gespielt von Armin Schoof, der in der psychiatrischen Klinik ist, dort auf andere Patienten trifft und Beziehungen zu ihnen aufbaut. Er lernt die Geschichten der anderen kennen und fängt an sich mit dem Thema psychische Krankheit zu beschäftigen. „Das Stück soll den Zuschauer dazu anregen nachzudenken, sich die Frage zu stellen was psychische Krankheit bedeutet, und vor allem wer entscheidet was sie ist“, so Tobias Tillmann vom „ChaOSTheater“. Denn genau von diesen Fragen handelt das Stück.

Die Schauspieler haben es geschafft, den tiefgründigen Rollen des Stückes ein Gesicht zu verleihen und die Gefühle und Gedanken der Charaktere dem Publikum etwas näher zu bringen. Die Atmosphäre des Stückes wird auch auf die Zuschauer übertragen, zum Beispiel wenn die Figur Hima, gespielt von Marie Göddertz, von ihren traumatischen Erlebnissen erzählt. Im Kontrast dazu stehen die humorvolleren Szenen, die eingebracht wurden, um das Stück etwas aufzuheitern, so Regisseur Reza Jafari. Dabei wird jedoch der Grundgedanke des Stückes nicht außer Acht gelassen.

Begleitet wurde das Stück von akustischer Musik auf Gitarre und Trommel, die die Stimmung unterstützt haben. Auch die Gesangseinlagen von Gitarrist Damian Rojkowski und Katina Kuhl haben die Atmosphäre untermalt.