Schüler sind kreativ: Das Oktogon leuchtet nun im KKG

Schüler sind kreativ : Das Oktogon leuchtet nun im KKG

Hell, mit weißen Verstrebungen und nachts beleuchtet: So präsentiert sich das Oktogon, nachdem Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums (KKG) und deren Kunstlehrer ihrer Fantasie freien Lauf gelassen haben.

Im Boden erinnern sumpfartige Einlassungen mit Pflanzen an den Untergrund, auf dem Karl der Große seinerzeit mit dem Bau des Aachener Doms begann. „Es ist ein sehr spiritueller Ort geworden, an dem man sich gerne aufhält“, urteilte Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, nachdem Schüler und Lehrer nun ihre Installation vorstellten.

Das Oktogon war schon Teil des Archimedischen Sandkastens auf dem Katschhof, bei dem Kinder und Jugendliche Kreationen um das Achteck herum platzierten. Im Anschluss wanderte es weiter zum Kaiser-Karls-Gymnasium, wo es unter anderem Teil des Kunstunterrichts wurde.

Jeder Vorschlag vertreten

In einer Projektwoche beschäftigten sich die Schüler jahrgangsübergreifend ausschließlich mit der Gestaltung des Oktogons. „Es gab dabei ganz viele individuelle Ideen“, sagt Siraz Kader, Schüler der Oberstufe, und letztendlich sei sogar jeder mit seinen Vorschlägen vertreten. Sein Mitschüler Till Korte fand es interessant, ohne festgelegte Vorgaben zu arbeiten.

Doch bevor die Schülerinnen und Schüler Hammer und Nägel in die Hand nahmen, machten sie sich gemeinsam mit ihren Kunstlehrern mit der Baugeschichte des Aachener Doms vertraut. Die ästhetische Grundlinie war dann laut Kunstlehrerin Birgit Sieverding-Mattfeld bald gefunden. „Wir wussten sehr schnell, dass wir mit Licht arbeiten wollten“, sagt sie. So lässt sich das Achteck nachts beleuchtet bewundern. „Und die weißen Latten reflektieren dabei das Licht besonders gut“, ergänzt sie.

Interessenten können das Oktogon von Montag, 24. September, bis Donnerstag, 26. September, jeweils von 13.30 bis 14 Uhr bei einer Führung durch die Schüler kennenlernen. Das Angebot steht in Zusammenhang mit der Ausstellung im Internationalen Zeitungsmuseum (IZM), die Bilder von dem Projekt auf dem Katschhof zeigt, an dem die Bleiberger Fabrik maßgeblich beteiligt war. Die Ausstellung kann vom 21. bis 30. September besucht werden. Vom Zeitungsmuseum in der Pontstraße gibt es einen direkten Zugang zum Schulhof des KKG.

„Wir wollen das Oktogon mindestens bis zum 5. Oktober hier behalten“, sagt Schulleiter Jürgen Bertram. Denn dann sei das Ehemaligen-Treffen, und so könnten sich die ehemaligen Schüler ein Bild von dem machen, was heute am KKG passiere. Die Schüler selbst waren ganz offensichtlich begeistert von dem Projekt und wünschen auch anderen Schülern, dass sie eine solche Chance bekommen, sich auszuprobieren. Insgesamt 30 Stunden haben sie gewerkelt, bevor sie das Ergebnis dann vorstellten.

Thomas Heiliger vom Round Table 58 zeigte sich höchst beeindruckt. Seine Organisation hat das Oktogon gesponsert. Angefertigt wurde es im Rahmen der Feierlichkeiten zum Jubiläum „40 Jahre Weltkulturerbe“ von dem Architekten Frank Medefindt.

Was mit der Installation anschließend geschieht, ist allerdings noch ungewiss.