Richterich: „Dance 4 Pänz“: Heinrich-Heine-Schüler zelebrieren Kunst der Verwandlung

Richterich: „Dance 4 Pänz“: Heinrich-Heine-Schüler zelebrieren Kunst der Verwandlung

Für die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine Gesamtschule lag die Assoziation klar auf der Hand. Beim Thema „Verwandlung“ kam ihnen sofort die Verknüpfung mit dem Werwolf in den Sinn, und schnell war das Motto ihrer Choreografie gefunden: „Werwolf — die Verwandlung“.

Doch dass es sich nicht um eine klassische Geschichte handelt, haben die Teilnehmer des im Juni erstmals stattfindenden „Dance 4 Pänz“- Festivals nicht gewusst. Aber genau das Neue, das Fremde ist es, was ihnen bei den wöchentlich stattfindenden Proben richtig viel Spaß macht. Stephanie Sellin-Springer und Tanja Meurers studieren mit den Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren die Schritte ein. „Ganz am Anfang haben wir Improvisationsübungen gemacht, die dann zusammengepuzzelt wurden. Das Thema Verwandlung greifen wir dabei natürlich auf, allerdings nicht im geschichtlichen Sinne“, erzählt Tanja Meurers.

Vielmehr geht es darum, wie Bewegungen einen selbst verwandeln können, wie Stephanie Sellin-Springer betont: „Durch das Tanzen erfahren die Jugendlichen, wie sie sich durch Bewegungen verwandeln können. So ruft beispielsweise eine bestimmte Figur völlig unkonventionelle Assoziationen hervor, aus denen sich dann neue Bewegungen ableiten.“

Bereits im Rahmen des „Schrittmacher“-Festivals zeigten die Teilnehmer einen kleinen Ausschnitt ihrer Proben. Motiviert sind sie alle, auch wenn das manchmal vielleicht etwas dauert. „Wir trainieren nach der Schule und gerade am Nachmittag merkt man manchmal, dass die Jugendlichen echt etwas geschafft sind, aber nach den ersten Bewegungen geht es auch mit der Begeisterung wieder bergauf“, ergänzt Meurers.

Die meisten Teilnehmer haben schon Erfahrungen im Bereich des Tanzens gesammelt. Nur für Jasmin ist das alles ziemlich neu. Der 13-Jährigen machen die Proben viel Spaß. Auch wenn es hier nicht darum geht, die neuesten Schritte der Pop-Starts zu kopieren, sondern vielmehr darum, die Bandbreite der Bewegungen kennenzulernen — und zu fühlen, dass Tanzen viel mehr ist, als eine bloße Schrittfolge.