Aachen: „Creative Spaces“: Fördergeld für „designmetropole aachen“

Aachen: „Creative Spaces“: Fördergeld für „designmetropole aachen“

Das mit Kerzen beleuchtete Treppenhaus des ehemaligen Fabrikgebäudes auf der Jülicher Straße führte Interessierte zum Sitz des kreativen Netzwerks desginmetropole aachen. Dort fand unter dem Namen „desing(er)saufen“ die fünfte und letzte Station des Förderprogramms von Creative NRW, „Creative Spaces“, statt.

Es herrschte eine entspannte Atmosphäre: Ein DJ war vor Ort, es gab Essen und Getränke und der Hund Schnuffi sorgte für einige Lacher unter den Anwesenden.

Creative NRW ist eine externe Dienstleistung des Wirtschaftsministeriums NRW. „Wir sind dafür zuständig, Kreative als Einheit sichtbar zu machen und tragen zur Wertschätzung der schöpferischen Tätigkeiten bei. Designer sind die, die man braucht, um Perspektiven zu erschaffen“, erklärte Claudia Jericho, die Leiterin des Kompetenzzentrums Kreativwirtschaft. Das Programm Creative Spaces sollte dies umsetzten.

Mit einem Fördergeld von insgesamt 25.000 Euro fand dieses Jahr die Auszeichnung fünf verschiedener Netzwerke aus NRW statt. Die Gewinner haben über das Jahr verteilt jeweils in einer anderen Stadt eine so genannte Roadshow veranstaltet, bei der unter anderem die Netzwerke und ihre Arbeit vorgestellt, Kontakte geknüpft und an verschiedenen Projekten gearbeitet wurden.

„Wir treffen uns, weil wir uns vernetzen wollen. Das ist wichtig für die Gestaltung, Wirtschaft und Zukunft“, sagte Jericho. Und das Netzwerk soll weiter wachsen: Bis mindestens 2019 wird das Creative Spaces Programm jedes Jahr fünf weitere Teams fördern und mit ins Boot holen.

Die „designmetropole aachen“ war einer der diesjährigen Prämierten. Patricia Yasmine Graf und Fabian Seibert sind die Gründer und arbeiten mit Designern und Künstlern aus verschiedenen Bereichen gemeinsam an vielen Projekten. „Wir haben hier eine coole Mischung“, sagte Seibert. Sie verfolgen unter anderem das Ziel, das Stadtmarketing Aachens in der ganzen Welt zu verbreiten: „Wir wollen den Menschen zeigen: Wir sind hier!‘“, betonte Graf.

Ralph Kräuter, von dem Netzwerk „Kreative Klasse“ aus dem Ruhrgebiet, war als Gast in Aachen und berichtete über seine Erfahrungen mit dem Förderprogramm: „Die Herausforderung ist, dass man aus den fünf Verbänden gemeinsam etwas Großes auf die Beine stellt.“

Er hob hervor, dass das Ziel hinter dem gesamten Projekt von Creative NRW ein sehr guter Ansatz sei: „Die Kreativwirtschaft soll sichtbar gemacht werden. Ich fand es sehr schön. Es hat ein direkter Austausch stattgefunden und man hat erlebt, dass es Städte übergreifend ähnliche Zielsetzungen gibt.“

Bei der Veranstaltung wurden einige Projekte und Ideen vorgestellt. Anschließend ging es in ein fröhliches Beisammensein auf der Tanzfläche über. Graf war sehr zufrieden über die Vernetzung: „Wir freuen uns. Ohne euch gäbe es uns nicht.“

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