Stricken gegen die Kälte: Citykirche sammelt Wolle für zwei Projekte

Stricken gegen die Kälte : Citykirche sammelt Wolle für zwei Projekte

Vor vier Jahren traf Ingeborg Heck-Böckler auf eine junge Iranerin, die sie nach Wolle zum Stricken fragte. Heck-Böckler strickt selber und teilte ihre Wolle mit der Frau. Diese strickt Kleidung und schickt diese zu ihrer Schwester in den Iran, wo sie unter Bedürftigen verteilt wird.

Heck-Böckler war die richtige Ansprechpartnerin. Als Koordinatorin der Save-me-Kampagne von Amnesty International rief sie das Projekt „Stricken gegen die Kälte“ ins Leben.

Heute treffen sich wöchentlich Frauen im Welthaus, um „gegen die Kälte zu stricken“. Sie tun dies mit Leidenschaft, denn sie wissen, dass sie eine bedeutende Rolle für das Wohl von andern Menschen spielen. Ihr Mitgefühl für diejenigen, die kein Zuhause haben und in den kalten Wintern eine besonders schwere Zeit in Flüchtlingslagern oder Slums durchleben müssen, spornt sie zum fleißigen Stricken an. Neben ihrem Fleiß brauchen die Strickerinnen aber besonders eines: Wolle.

Um den Frauen, Männern und besonders den Kindern weiterhin Pullover, Socken und Schals zukommen zu lassen, rufen der Katholikenrat und Amnesty International zum achten Mal zu Wollspenden auf. Am Donnerstag, 20. September, von 10 bis 17 Uhr, können Spender ihre Wollreste oder aber auch neue Wolle in der Citykirche, Großkölnstraße, abgeben. „Jede Spende wird etwas bewirken und jemanden glücklich machen“ ist sich Ingeborg Heck-Böckler sicher. Sie vertraut darauf, dass die Aktion auch diesmal wieder viel Zuspruch findet.

In diesem Jahr kommt die Hilfe den Flüchtlingen in der Türkei zugute. Nervan Saricicek ist Mitglied der Amnesty-Asylgruppe und Kontaktperson zwischen den Strickerinnen und den Bedürftigen in der Türkei. Er schickt die Pakete persönlich an die Orte, an denen sie am dringendsten benötigt werden. Anhand der Fotos kann man sich sicher sein, dass jedes Kleidungsstück ankommt.

Bei einem Imbiss wird parallel zum Entgegennehmen der Spenden über das Strickcafé, sowie über die politische Situation in der Türkei und was sich daraus für die Menschen vor Ort ergibt, informiert. „Die Strickerinnen selbst entscheiden, wen sie unterstützen und beide Projekte haben sie mehr als überzeugt“ so Saricicek. Zum einen geht es um den 2004 gegründeten Verein „Verein der Farbenfrohen Hoffnung“ in Diyarbarik, der den Fokus besonders auf Kinder und Frauen richtet. Hier wird es Kindern ermöglicht Nachhilfe zu bekommen, Theatergruppen beizutreten oder sich in einer kleinen Bücherei Bücher und Spielzeug auszuleihen.

Das andere Projekt ist die 2005 gegründete „Frauen Kooperative an der Seidenstraße“ in Mardin. Auch hier wird sich um Frauen und Kinder gekümmert, wobei der Fokus auf das Thema der häuslichen Gewalt gerichtet wird.

Das andere Projekt ist die 2005 gegründete „Frauen Kooperative an der Seidenstraße“ in Mardin. Auch hier wird sich um Frauen und Kinder gekümmert, wobei der Fokus auf das Thema der häuslichen Gewalt gerichtet wird.

Spende: Bistum Aachen, Bank für Sozialwirtschaft Köln, IBAN.: DE56 3702 0500 5112 2225 22, Betreff save me

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