Aachen: CHIO-Brücke: Höhenwarnung im Tiefflug

Aachen: CHIO-Brücke: Höhenwarnung im Tiefflug

Beginnen wir dort, wo wir am Mittwochabend aufgehört hatten: Umleitungsschilder in Sachen CHIO-Brücke suchte man auch am Donnerstag vergebens. Der Bereich der Brückenbaustelle ist derzeit für Lastwagen mit einer Höhe über 3,80 Meter unpassierbar.

Weil Brummis aber bis zu vier Meter hoch sein dürfen, kommt es auf der Krefelder Straße zu heiklen Szenen, wenn Lkw-Fahrer die Warnschilder missachten. Allerdings: Eine Alternativroute wird eben auch nicht per Schild angeboten. Und so kam es am Donnerstag, wie es kommen musste. Es schepperte abermals.

Zum vierten Mal binnen zwei Tagen krachte am Mittag ein Laster stadtauswärts gegen eine über der Straße gespannte Höhenwarnbake. Der Betonsockel der Konstruktion wurde Richtung Busspur gezerrt. Die Warnbake erlitt einen Blechschaden und baumelte teilweise herab. Was dazu führte, dass die Durchfahrthöhe nun nicht mehr 3,80 Meter, sondern nochmals deutlich niedriger ausfiel. Die Polizei rückte mit reichlich Kräften an, denn nun mussten Laster wie auch Aseag-Busse umdirigiert werden. Eine Fahrspur wurde gesperrt. Was zu Staus führte.

Während ein Radlader des Stadtbetriebs den Sockel wieder richtete, reparierten Mitarbeiter der Absperrfirma die Schilder - nicht zum ersten Mal. Und möglicherweise nicht zum letzten Mal. Die verringerte Höhe wird für die gesamte Dauer des Brückenbaus bis weit ins Jahr 2012 hinein Bestand haben. Die eigentlich Brücke soll später über vier Meter und damit für Lastwagen jedweder Höhe „ungefährlich” sein. Zwar waren am Donnerstag bereits zusätzliche Warnschilder in einiger Entfernung zur Brücke aufgestellt worden, doch das reichte offenbar nicht aus.

Die Fahrspuren auf der Krefelder Straße konnten am Donnerstag erst gegen 16 Uhr wieder freigegeben werden. Da hing der Warnhinweis wieder. Umleitungsschilder suchte man aber weiterhin vergeblich. Und das hat laut Stadt einen Grund: Es gebe zwar die Möglichkeit Lkw ab einem bestimmten Gewicht von einer Straße zu verbannen, nicht aber Laster ab einer bestimmten Höhe.

In einer Besprechung mit der Polizei wurde beschlossen, die Warnschilder noch dichter und früher als bisher zu platzieren. „Aber wir sind auch der Meinung, dass man die Warnungen durchaus gut erkennen kann”, sagte Rita Klösges vom Presseamt.