Aachen: CDU macht mobil fürs große Klinkenputzen

Aachen: CDU macht mobil fürs große Klinkenputzen

Bevor die großen Baustellen im Land weiter beackert werden sollen, gilt es, viele, viele Klinken vor der eigenen Haustür zu putzen. Vier Wochen vor dem Urnengang in NRW steht das rund 50-köpfige Wahlkampf-Team der CDU in den Startlöchern, um den Pfad Richtung Düsseldorf für Armin Laschet und Rolf Einmahl erneut zu ebnen.

Engagiert, aber entspannt haben die beiden Landtagskandidaten am Freitag die heiße Phase im Ringen um Erst- und Zweitstimmen eingeläutet. „Anders als die anderen Parteien haben wir ganz bewusst beschlossen, erst nach Ostern in die Vollen zu gehen”, betonte Einmahl. Heißt: Die aktuelle Parole „Gemeinsam stark für Aachen” wollen die in knallblaue Polohemden gehüllten - und meist ziemlich jungen - Helfer schon jetzt in die Tat umsetzen: ungezählte Plakate aufhängen, Infostände betreuen, Flugblätter verteilen und reden, reden, reden mit dem geneigten Wahlvolk.

Laschet, seines Zeichens Aachener Parteichef und Landesminister, und der seit zehn Jahren amtierende Landtagsabgeordnete Einmahl wissen als gestandene Polit-Profis freilich um die besondere Überzeugungskraft des persönlichen Gesprächs. Deshalb wollen sie so viele Hausbesuche machen wie möglich. „Damit gelingt es besonders gut, Unentschlossene zu gewinnen, gerade jene, die noch überlegen, ob sie überhaupt zur Wahl gehen”, unterstrich Einmahl. Denn an schlagkräftigen Argumenten für eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition in Düsseldorf mangele es wahrlich nicht. Vor allem in der Bildungs- und Wirtschaftspolitik habe die CDU das Land in den vergangenen fünf Jahren entscheidend vorangebracht.

„Mit dem neuen Kinderbildungsgesetz haben wir auch und gerade jungen Menschen aus Migrantenfamilien wichtige Chancen vermittelt, denn sie gehören zu den künftigen Eliten”, betonte Laschet. Rund 90.000 Betreuungsplätze für Unter-Deijährige würden inzwischen an Rhein und Ruhr gezählt. Und: „Trotz der Wirtschaftskrise haben wir heute in NRW rund 240.000 Arbeitslose weniger als vor dem Antritt der Regierung Rüttgers vor fünf Jahren”, bilanzierte Einmahl. Nachhaltige Impulse für eine gedeihliche Entwicklung Aachens seien zudem gesetzt worden, indem man Düsseldorf doch noch eine Bürgschaft zur Finanzierung des Tivoli-Neubaus abgerungen habe. Mit dem TH-Campus sei das nächste Großprojekt im Dreiländereck auf Landesebene maßgeblich mit eingestielt worden.

Nun freilich gelte es zunächst, eine Koalition von SPD, Grünen und Linken zu verhindern, statt sich auf Erfolgsbilanzen auszuruhen. Laschet: „In den Kernfragen der Zukunft sind die Linken - zumal dieser Landesverband - nicht regierungsfähig. Und ich bin überzeugt, dass auch die SPD notfalls mit ihnen koalieren würde.”