Aachen: Bund deutscher Architekten zeichnete besondere Bauwerke aus

Aachen : Bund deutscher Architekten zeichnete besondere Bauwerke aus

Normalerweise stehen Architekten die Gesetze der Physik im Wege. Der eine oder andere versucht sich dann aber doch an der Aufgabe, die Grenzen des Machbaren weiter hinaus zu schieben. Das ist dann meist auch für den Laien deutlich erkennbar und gipfelt oft in Diskussionen über den guten Geschmack.

Unter diesen Aspekten betrachtet der Bund deutscher Architekten (BDA) im Turnus von drei Jahren verschiedenste Bauten, die von den ausführenden Architekten respektive ihren Auftraggebern eingereicht werden und im besten Fall eine der „Auszeichnungen guter Bauten“ durch die Jury erfahren. In diesem Jahr war es wieder soweit, der BDA lud nach guter Tradition in die Halle der Sparkasse Aachen zur kleinen Feierstunde.

BDA-Vorsitzender Klaus Klever zeigte sich in seiner kurzen Ansprache erfreut darüber, dass es in dem schönen Rahmen immer wieder gelänge, dem kreativen Schaffen und den zahlreichen guten Ideen von Architekten und Bauherren den passenden Rahmen und die notwendige Anerkennung zukommen zu lassen. 18 Arbeiten waren diesmal eingereicht worden, „weniger als in den Vorjahren“, wie er herausstellte. Dies sei aber kein Indiz für nachlassende Schaffenskraft, sondern im Gegenteil den momentan intensiven Bauaktivitäten und dem geringem Zeitpotenzial geschuldet. Aber die Objekte, die es zum BDA schafften, waren Zeichen einer heterogenen Auswahl gelungener Arbeiten und umfassten alle Arten der baulichen Varianten.

Sanierung bis Neubau

Von der Sanierung über Modernisierung bis hin zum Neubau war alles dabei, „qualitativ alles auf hohem Niveau“, wie auch der Vorsitzende der Jury, Professor Pablo Molestina aus Köln versicherte. Und der Aachener Stadtbaurat Werner Wingenfeld fügte an, dass die vom BDA in der Vergangenheit ausgezeichneten Arbeiten durchaus zum Gesicht der Stadt Aachen dazugehörten.

Als Beispiele führte er den Bahnhofsvorplatz und den Neubau des Direktionsgebäudes der Aachener und Münchener Versicherung an, beides Leuchttürme in der baulichen Stadtentwicklung. Bei der aktuellen Verleihung wurden zwei Werke mit der begehrten „Auszeichnung guter Bauten“ bedacht: Der Erweiterungsbau des Dressurstadions in der Soers vom Büro kadawittfeld im Auftrag des ALRV sowie der Umbau eines Reiheneckhauses Am Ziegelweiher, das „Haus Grau“ vom Büro Amunt Martenson.

„Neu entdecken“

Bauherr hier ist die Familie Bernhardt. „Wir wollten aus den Gegebenheiten etwas Neues schaffen, am Ende sollte das Fertige unfertig wirken. Es war eine Aufgabe, etwas zu entwickeln, was man nachher neu entdecken kann“, schilderte Mark Bernhardt die Motivation für dieses Werk.

Eine Anerkennung erfuhr der Neubau des CWD Center for Wind Power Drives am Campus, welches das Büro JSWD Architekten aus Köln im Auftrag des BLB NRW kreierte.

Alle eingereichten Werke sind bis zum 24. November in den Räumen der Sparkasse Aachen am Friedrich-Wilhelm-Platz ausgestellt.