Aachen: Bullterrier beißt Pudel tot: Halterin verstieß gegen Maulkorbpflicht

Aachen : Bullterrier beißt Pudel tot: Halterin verstieß gegen Maulkorbpflicht

Ein Bullterrier hat am Donnerstagmorgen einen Pudel totgebissen. Ort des Geschehens war die Aachener Hohenstaufenallee in Höhe der Goethestraße. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei verstieß die Halterin des Terriers gegen die Maulkorbpflicht.

Das berichtet der Pressesprecher der Aachener Polizei Paul Kemen. Demnach stellte das Ordnungsamt das Tier sicher. Die 79-jährige Pudel-Halterin war nach eigenen Angaben auf dem Bürgersteig mit ihrem angeleinten Hund spazieren. Dann sei der Terrier rasend schnell wohl über eine Mauer gesprungen und habe sich sofort in ihren Hund verbissen. Die Seniorin und ein Passant versuchten noch vergeblich, die Tiere zu trennen. Als der Pudel tot war, ließ der Bullterrier von ihm ab.

Nach Angaben der 44-jährigen Terrier-Halterin war ihr Hund zuvor angeleint und an einer Stange hinter der Mauer festgebunden gewesen. Irgendwie habe er sich bei Anblick des Pudels befreien und über die Mauer springen können. Einen Maulkorb habe sie nicht dabeigehabt, so die Frau. Offensichtlich hatte der Hund viel Kraft. Bullterrierer zählen in Nordrhein-Westfalen zu den sogenannten gefährlichen Hunden. Laut Landeshundegesetz müssen sie daher einen Maulkorb tragen.

Als die Polizisten eintrafen, hatten sowohl die Halterin als auch ihr 27 Jahre alter Begleiter erhebliche Mühe, den Vierbeiner zu beruhigen. Als die Beamten sie aufforderten, das Tier sofort zu sichern und zu beruhigen, wurden sie von dem Begleiter beleidigt. Der Hund sei „lieb und freundlich“, sagte der 27-Jährige, der sich ohne festen Wohnsitz in Aachen aufhält.

Gegen die Terrier-Halterin läuft nun ein ordnungsrechtliches Verfahren, gegen ihren Begleiter wurde Anzeige wegen Beleidigung erstattet.

(red/pol)