Haaren: Bürger gegen Bebauungsplan am Haarberg

Haaren: Bürger gegen Bebauungsplan am Haarberg

Die Frustration ist vielen der Anwohner des Haarbergs ins Gesicht geschrieben. Obwohl sie sich seit Jahren gegen das Vorhaben einsetzen, musste nun der dortige Sportplatz einem neuen Baugebiet weichen. Dabei, so betont auch Horst Schnitzler von der UWG, sei dieser nicht nur als Sportanlage von großer Bedeutung gewesen.

Seit Jahren sei bekannt, dass die Luftwerte in Haaren kaum besser seien als jene, die am Kaiserplatz, mitten in der Innenstadt, gemessen wurden. Das Gelände sei eine wichtige Kaltluftschneise, die gerade nachts helfe, die durch Schadstoffe erwärmte Luft in ganz Haaren zu verdrängen.

Auf besonderes Unverständnis stößt das Vorhaben bei den Anwohnern, da bereits in einem Klimagutachten aus dem Jahre 2000 von einer dichteren Bebauung abgeraten und ein Erhalt der Anlage empfohlen wurde. Weitere Probleme liegen laut Schnitzler zudem in einer gestiegenen Lärmbelastung, da die Bäume als Dämpfer weggefallen seien, sowie im ebenfalls sehr schadstoffreichen Boden.

Mittlerweile haben die Anwohner unter der Führung von Ingeborg Herzog Klage beim Bundesverwaltungsgericht Münster eingereicht. Ein Urteil wird für den 23. Oktober erwartet.

Dabei möchten sie eine Bebauung der Fläche gar nicht grundsätzlich verhindern. Sie möchten nur, dass verantwortungsvoll und langfristig sinnvoll vorgegangen wird.„Es ist für uns eine kleine Chance.” erklärt Herzog. Sie alle hoffen, dass ein Urteil zu ihren Gunsten eine Revision des Bebauungsplanes bewirken könnte.

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