Aachen: „Bündnis Fair Handeln“: Ökologisches Verhalten stärker fördern

Aachen: „Bündnis Fair Handeln“: Ökologisches Verhalten stärker fördern

Seit 2011 ist Aachen Fair Trade-Stadt, vor wenigen Wochen wurde der Titel für vier Jahre verlängert. Wer daraus aber schließt, dass sich alle Aachener dem ökologischen Leben und der Unterstützung des fairen Handels verschrieben haben, der irrt.

„Leider ist das Thema „Fair Trade“ für viele Menschen immer noch ein Randthema“, erklärt Jan Salzmann von „terre des hommes“ und ergänzt: „Wir versuchen deshalb dieses globale Thema für die Masse praktisch umzusetzen und konkrete Handlungshinweise zu geben.“

Wir, das ist das Bündnis Fair Handeln in Aachen, dessen Akteure sich für menschenwürdige Produktionsbedingungen einsetzen. Und so möchten sie auch mit ihrem Veranstaltungskalender für das kommende Halbjahr vor allem informieren und aufklären. Das aber ohne „moralischen Zeigefinger“, wie Mona Pursey, Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit im „Eine Welt Forum“, betont: „Uns ist es wichtig, dass die Menschen die Welt mit anderen Augen sehen und hinterfragen, wo ihre Produkte herkommen. Unsere drei großen Zielgruppen sind der Verbraucher, der Einzelhandel und die Kommunen. Seit über 40 Jahren versuchen wir, die Leute zu einem neuen Lebensstil zu bewegen und eine vielschichtige Vernetzung ist da besonders wichtig.“

Das Programm beinhaltet sowohl Vorträge als auch Jugendtheater-Stücke und in der dritten Auflage den Stadtplan für den fairen Handel. Dieser bietet einen Überblick über das Angebot fair gehandelter Produkte. Fritz Bock, Inhaber des Weltladens, hat für die Zukunft nur einen Wunsch: die Qualität der „fair trade“-Produkte halten und der Natur mit Respekt gegenübertreten. Denn das wäre ein großer Schritt in Richtung eines ökologischen Lebens.

(svp)
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