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Bühne 78 führt Stück "Auf die Plätze, fertig, lo... ve!" in Aachen auf

Verwirrungen und Irrungen : „Einer ist eigentlich immer auf der Flucht“

Verwirrungen und Irrungen spielen bei der Boulevardkomödie „Auf die Plätze, fertig, lo...ve!“ eine entscheidende Rolle. Und allein deswegen qualifiziert sie sich in besonderem Maße, um von der Eilendorfer Bühne ’78 gespielt zu werden.

Das meint zumindest Ellen Stollenwerk, die das Stück von Derek Benfield jetzt gemeinsam mit ihrer Truppe auf die Bühne bringt. Und die Laienschauspieler haben ganz offensichtlich schon bei der Vorbereitung sehr viel Spaß.

Immerhin geht es im eigentlich eher beschaulichen Landhaus höchst turbulent zu: Der Nebel treibt drei Paare in das Haus, die in dieser Konstellation eigentlich nicht zusammengehören. Der Hausbesitzer ist mit seiner Geliebten unterwegs, aber auch seine Frau ist ihm offenbar nicht treu. Die Treppe im Bühnenbild wird immer wieder arg beansprucht, da sie als einziger „Fluchtweg“ dient, um die jeweiligen Seitensprünge zu vertuschen.

„Außerdem sorgen immer wiederkehrende Motive für zusätzliche Lacher“, meint Ellen Stollenwerk. Der Blumenstrauß, den Roger seiner Liebsten überreicht, zum Beispiel: Immer wieder erklärt Roger allen – ob sie es nun wissen wollen oder nicht – woher er ihn hat. Die Stehlampe, die an- und ausgeht, wenn sich die einzelnen Akteure verabschieden. Und natürlich auch der Nebel, der immer wieder als Ausrede dafür herhalten muss, dass die Pärchen überhaupt im Landhaus gestrandet sind.

Die Verstrickungen sind dabei derart kompliziert, dass selbst die Schauspieler der Bühne ’78 nicht immer den Durchblick haben. Noch nicht, muss man natürlich sagen: Denn bis zur Premiere am Mittwoch, 22. Mai, um 19.30 Uhr in der Klangbrücke sind sie dann ganz sicher so weit. Das Bühnenbild jedenfalls nimmt derzeit Formen an. Neben der Blumentapete in zarten Pastelltönen, ersten Möbelstücken und besagtem Blumenstrauß steht auch die Treppe bereits.

Für Ellen Stollenwerk liefert das aktuelle Stück einfach alles, was sie und ihre Schauspieler so sehr lieben. „Einer ist eigentlich immer auf der Flucht“, erzählt sie. Und um Ausreden verlegen sind sie dann eigentlich alle: Kein Wunder, haben doch alle etwas zu verbergen.