Aachen: Buchhandlung stellt römische Therme aus

Aachen: Buchhandlung stellt römische Therme aus

Seit neun Jahren liegen sie unter eine Plane auf dem Baubetriebshof, die Reste einer römischen Therme, die beim Bau der Mayerschen Buchhandlung in der Buchkremerstraße freigelegt wurden. Jetzt soll ein Teil der Therme wieder an die Fundstelle zurück.

Helmut Falter, Seniorchef des Hauses, verkündete seine Absicht bei einem Pressegespräch in der Buchhandlung, an dem auch Aachens Baudezernentin Gisela Nacken und Stadtarchäologe Andreas Schaub teilnahmen. Ein 18 Tonnen schweres, zwei Meter hohes und 2,60 Meter breites Teil der Therme soll neben dem Eingang der Buchhandlung im Schaufenster untergebracht werden.

An dieser Stelle wird das Schaufenster Richtung Bürgersteig um 1,40 Meter erweitert. Die nicht unerheblichen Kosten des Umbaus übernimmt die Mayersche Buchhandlung. Die Arbeiten sollen in einigen Wochen beginnen und werden voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein.

Gisela Nacken und Andreas Schaub begrüßten die Pläne der Buchhandlung und freuen sich über die Rückkehr des Fundstückes an die Nähe des Fundortes. Einen besseren Standort könne es nicht geben. Gisela Nacken erinnerte an die zwischenzeitlich ins Auge gefasste Standorten, die allerdings alle nicht zum Tragen gekommen waren.

Der Elisengarten wurde aus gestalterischen Gründen und wegen des fehlenden Platzes verworfen, der Büchel wurde vom Planungsausschuss abgelehnt, der „Bücherplatz” gegenüber der Mayerschen Buchhandlung fand nicht die Zustimmung des privaten Eigentümers. Andreas Schaub wird sich in den kommenden Monaten um eine angemessene Dokumentation der Funde und um die Darstellung der Zusammenhänge bemühen.

Die übrigen Fundstücke aus der Buchkremerstraße sollen zunächst noch auf dem Baubetriebshof verbleiben, aber auch für sie sucht die Stadt noch neue und sinnvolle Standorte.

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