Aachen: Brötchen und Spiele rund um Gottes Wort

Aachen: Brötchen und Spiele rund um Gottes Wort

Die Kirche im Dorf lassen, so lautet ein bekanntes Sprichwort. Gerade damit soll für die nächsten Monate im Bistum Aachen Schluss sein. „Gottes-Wort am Menschen-Ort” heißt eine Aktion, die bis zum 20. September Gottes Worte zu den Menschen bringen will.

An ungewöhnlichen und öffentlichen Orten werden Pfarrgemeinden, Verbände und kirchliche Einrichtungen das Wort Gottes hör- und sichtbar machen.

Der Hof als zentraler Platz mit seinen angrenzenden Cafs war genau der richtige Ort für den Startschuss des Projektes. Man wolle sich nicht in den Kirchen verstecken, sondern aufbrechen zu den Menschen, so Hans Rolf Krewinkel, Regionaldekan für die Region Aachen-Land. „Die Leute sollen spüren, dass sie willkommen sind”, sagte Krewinkel.

Dem Regionaldekan der Region Aachen-Stadt, Josef Voß, geht es vor allem darum zu zeigen, wo sich Gott und das menschliche Leben begegnen. „Gott und das Leben - das hat etwas miteinander zu tun”, so Voß. Im alltäglichen Leben werde dies oft vergessen.

Der Regionaldekan verteilte „Nahrung für Leib und Seele” - Brötchen mit Bibelzitaten - an die Passanten. Es sei wichtig, auf die Menschen zuzugehen, glaubt Voß.

An diesem Abend ging das Konzept auf. Ganz nebenbei kam der Geistliche ins Gespräch mit den Menschen über Gott und die Welt. Dabei zeigte sich der ein oder andere erstaunt, dass ein katholischer Priester „so ganz normal aussehe”.

„Wir wollen heute Abend zeigen, dass die Bibel nicht langweilig ist”, versprach Pfarrer Krewinkel. Auf der Bühne brachten daher der Tabor-Chor und die Tempelsingers das Wort Gottes zum Erklingen. Viele Leute ließen sich anstecken, hörten zu und klatschten mit. Zwischendurch setzte das Theater Ludus die Frage nach der Aktualität Gottes auf der Bühne um.

Zwischen „Hör mal, Alter, gibt es Gott?” oder „Glauben - das war etwas für meine Mutter oder meine Großmutter” zeigte die Theatergruppe verschiedene Facetten des Themas. Nachdenklich, melancholisch, aber vor allem lustig.

Unter anderem erklärten Homer und Marge aus der Kultserie „Die Simpsons”, wie man die Bibel mit Hilfe eines Bibelwort-Benutzers richtig einsetzt. Im Anschluss wurde in der Kirche St. Foillan das gesamte Markus-Evangelium gelesen.

Das Projekt „Gottes-Wort am Menschen-Ort” geht weiter. Auf dem Programm für die nächsten Wochen stehen unter anderem eine Familienwallfahrt und eine Fahrradtour.

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