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Brian Seeger und seine Big Small Things

Konzertszene in Aachen : Musikalische Begegnungen der Jazz-Extraklasse

Beim Projekt Brian Seeger’s Big Small Thing trifft Brian Seeger auf Elisabeth Coudoux und Antoine Duijkers. Das Konzert findet am Sonntag in der Nadelfabrik statt.

In der Kaiserstadt sind die Herbst- und Wintermonate bekanntlich eine gute Zeit für Konzerte. Viele Locations – wie das Dumont oder der Domkeller - starten in ihre Konzertsaison. Und auch in der Nadelfabrik beginnt am kommenden Sonntag, 30. September, eine Reihe, die unter dem Motto „Jazz in der Nadelfabrik“ steht.

Den Auftakt dieser Konzertreihe bestreiten Brian Seeger’s Big Small Things: die musikalische Begegnung der Musiker Brian Seeger und Cindy Scott aus New Orleans mit der Cellistin Elisabeth Coudoux und dem Schlagzeuger und Perkussionisten Antoine Duijkers. Bei dieser Zusammenkunft treffen Einflüsse amerikanischer, europäischer und afrikanischer Musiktraditionen aufeinander, die Musik lebt von der gegenseitigen Inspiration und der hohen Improvisationskunst der vier Musiker.

„Regenschirm für Projekte“

Aber Big Small Things ist mehr als diese eine Zusammenarbeit: „Es ist ein Regenschirm für Projekte, die ich mit spontanen Kollaborationen mit großen musikalischen Köpfen feiere. Es ist ein Raum, um neue Ansätze zu vertrautem Material zu erforschen und gleichzeitig neue Stücke zu schaffen“, erklärt Brian Seeger.

Ob diese vier Musiker noch einmal in dieser Zusammensetzung gemeinsam spielen, ist nicht gewiss. „Dies wird ein einmaliges Ereignis sein. Nicht, dass diese vier besonderen Musiker nie wieder zusammen spielen werden, ich bin mir ziemlich sicher, dass die Chemie stimmen wird“, aber das musikalische Erlebnis lebe von dem Abend selbst, der Musik, der Stimmung und den Leuten, die kommen, um das Konzert zu erleben, sagt Brian Seeger, der all jenen das Konzert ans Herz legt, die noch nie die Gelegenheit hatten, Elisabeth Coudoux live zu erleben.

Die Seele mit anderen teilen

„Sie steht mit ihrer Technik und ihrem hinreißenden Sound auf der Liste der größten Improvisatoren der Welt“, erläutert der Gitarrist, der auch für die beiden anderen lobende Worte findet: „Antoine Duykers ist eine Enzyklopädie von Rhythmus und Groove und es macht unglaublich viel Spaß, wenn er seine große Sammlung von Percussions bespielt. Und die Sängerin Cindy Scott demonstriert schlüssig, was es für einen Sänger bedeutet, sich wirklich mit seiner Seele zu verbinden und sie mit anderen zu teilen.“

So wundert es nicht, dass sich Brian Seeger fest vorgenommen hat, den Abend selbst in vollen Zügen zu genießen. In der Nadelfabrik hat Brian Seeger bereits gute Erfahrungen gemacht. Im vergangenen Jahr war er bereits einmal dort und beschreibt das Aachener Publikum als unglaublich und sehr engagiert. Für ihn sei es eine schöne Erinnerung.

Wer selbst ein paar schöne Erinnerungen an einen besonderen Auftritt sammeln möchte, der sollte am Sonntag um 18 Uhr in der Nadelfabrik sein. Weitere Konzerte der Reihe „Jazz in der Nadelfabrik“ folgen in den nächsten Wochen mit internationalen und regionalen Künstlern und Gruppen wie Karolina Strassmayer, Steve Houben und Norbert Scholly, dem Sandro Mugavero Quartett, dem Duo Cassotto sowie Kräm Fräsch. (red)