Brander Ferienspiele: Veranstalter ziehen positive Bilanz

Brander Ferienspiele : Viele Freundschaften sind neu entstanden

Ferien, endlich Ferien! Das dachten sich wohl alle 231 Kinder, die dieses Jahr an den Brander Ferienspielen der Pfarrgemeinde St. Donatus teilnahmen. Elf Tage lang standen statt Schulunterricht Spiel und Spaß auf dem Tagesprogramm. Jetzt fand die Abschlussveranstaltung statt.

„Wir hatten eine wunderbare Zeit und konnten so viele neue Freundschaften knüpfen“, berichtete eine Teilnehmerin vor der Pfarrkirche St. Donatus in Brand. Ausgeschmückt waren diese zwei erlebnisreichen Ferienwochen von Ausflügen zum Dürener Badesee, einem Zeltlager am Brander Wald, gemeinsamem Kochen und vielen weiteren Unternehmungen. Organisator Karl Simons zog beim großen Finale nicht nur zufriedene Bilanz, sondern bedankte sich auch bei den vielen Eltern: „Sie vertrauen uns jährlich ihre Kinder an, weil sie sagen: ‚Die machen das schon!‘“ Lockere Worte für wirklich großartiges Vertrauen, schaut man sich das Konzept des Ferienlagers genauer an.

Betreut wurden die Schulkinder nämlich neben Simons und seinem Team bestehend aus Carolin Debey und Leon Tervooren hauptsächlich von Jugendlichen. Die rund 50 ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer waren teilweise nur wenig älter als die Kinder selbst. „Das Schöne ist, dass die Jugendlichen selbst daran wachsen, Verantwortung für Jüngere zu übernehmen“, erklärte Simons.

Es gab jedoch nicht nur Dank für die Eltern. Auch Simons Gemeinde erhielt Lob. „Da gibt es eine Pfarrgemeinde, die diesen jungen Menschen vertraut, die ihren Kopf hinhält, sollte es Probleme geben, weil sie sagt: ‚Ihr macht das schon, ihr seid super!‘ Das ist gigantisch!“ Gigantisch kam auch die Abschlussveranstaltung an. Jede Gruppe, bestehend aus rund 25 Kindern, trug etwas vor: Neben Tanzeinlagen zu Clubmusik zeigten die kleinen Künstler auch eine Interpretation der Muppet-Show, erzählten von ihren bunten Erlebnissen und bedankten sich bei ihren Betreuern. Die schienen ähnlich glücklich.

Das Ferienlager war sowohl für die Kinder als auch die Betreuenden eine Bereicherung. Dass die jährlichen Ferienspiele, die es bereits seit 49 Jahren gibt, „richtig rund laufen“, wie Simons betonte, zeigen die Zahlen der Interessierten. Dieses Jahr hätten sie sogar leider einige interessierte Kinder ablehnen müssen – aufgrund fehlender Kapazitäten. Diejenigen, die Platz gefunden hatten, konnten auf jeden Fall eine einmalige Erfahrung in Sachen „Teambuilding“ machen. Nicht zuletzt für die stolzen Eltern war es schön zu sehen, wie ihre Kinder wirklich Wichtiges für ihr Leben lernen konnten. Zum Beispiel, dass Verantwortung zu übernehmen eine Bereicherung für alle ist und gemeinschaftliches Agieren und Freundschaft Großes bewirken können.

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