Aachen: Brand in Tiefgarage: Polizistenin Unfall verwickelt

Aachen: Brand in Tiefgarage: Polizistenin Unfall verwickelt

Es hätte alles noch viel schlimmer enden können. Meint Einsatzleiter Hans-Georg Schümmer. Als Donnerstagnachmittag in einer Tiefgarage unter einem Wohnblock an der Hans-Böckler-Allee ein Feuer ausbrach, da waren nämlich laut Feuerwehr die Notausgänge verschlossen.

Zum Glück hielt sich zu diesem Zeitpunkt aber niemand dort auf, sodass es auch keine Verletzten gab.

Zumindest kurz vorher muss sich aber doch jemand in dem Parkhaus aufgehalten haben. Denn aufgrund der Spurenlage hieß es Donnerstag, dass das Feuer vermutlich Brandstiftung war. Der Täter legte das Feuer an einem Stapel mit Reifen. Die Flammen erzeugten enorme Rauchschwaden, die auch durch Lüftungsschächte ins Freie drangen. Der Qualm war weithin sichtbar.

Die Feuerwehr eilte mit drei Löschzügen — zwei von der Freiwilligen Feuerwehr — nach Gut Kullen. Mehr als eine Stunde lang waren die Helfer beschäftigt. Und zwar vor allem damit, die Garage zu lüften.

Das Feuer richtete am Gebäude kaum Schaden an. Dafür aber umso mehr an den dort abgestellten Autos. Ein Wagen ging ebenfalls in Flammen auf und brannte aus. Neun weitere Fahrzeuge bekamen dicke Rußschichten ab — möglicherweise drang der Rauch auch in die Innenräume, was den Schaden noch größer machen würde. Zur Gesamthöhe des Schadens konnte denn auch am Donnerstag noch nichts gesagt werden.

Schon einmal ein Feuer

Die Kriminalpolizei nahm vor Ort die Ermittlungen auf. Auffällig: Vor wenigen Tagen war in diesem Bereich schon einmal ein Feuer gelegt worden, dass aber schnell gelöscht war. Die Serie von brennenden Autos in Aachen nahm übrigens vor einigen Jahren ebenfalls ihren Anfang an der Hans-Böckler-Allee sowie weiteren Straßen in Kullen und Vaalserquartier.

Unfall beim Einsatz

Ein Einsatzfahrzeug, das gegen 15.20 Uhr auf dem Weg zu dem Brand war, wurde in einen Verkehrsunfall verwickelt. Die Beamten waren mit Blaulicht und Sirene im Bereich Krefelder Straße und Ludwigsallee unterwegs. Als sie an der Monheimsallee bei Rotlicht auf die Kreuzung fuhren, kam es zum Unfall. Ein 77-Jähriger Autofahrer hatte offenbar die Sirenen nicht gehört und war ebenfalls auf die Kreuzung gefahren.

Sowohl die beiden Beamten als auch der 77-Jährige Mann wurden leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von schätzungsweise 40.000 Euro. Im Bereich der Unfallstelle kam es zu starken Verkehrsbehinderungen.

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