Aachen: „Boule d‘Aix-la-chapelle“ eröffnete die Saison

Aachen: „Boule d‘Aix-la-chapelle“ eröffnete die Saison

Angefangen hat alles im Frankreichurlaub mit einer Handvoll Freunden und ein paar Boule-Kugeln. Und heute — 25 Jahre und etliche Boule-Würfe später — ist aus dieser Idee ein stattlicher Verein erwachsen. Die Rede ist von dem Aachener Boule-Verein „Boule d’Aix-la-chapelle“, der am vergangenen Sonntag nicht nur die neue Saison im Dreiländereck eingeläutet hat, sondern auch sein 25-jähriges Jubiläum feierte.

Etwa 30 Mitglieder fanden in der Konzertmuschel im Stadtpark zusammen, um endlich wieder im Freien werfen zu können. Der Verein hatte sich 1993 mit fünf Mitgliedern gegründet — und damit wohl eine Lücke in Aachen gefüllt: Denn binnen weniger Wochen schlossen sich 20 Männer und Frauen an. Heute sind es 83 Mitglieder, die sich immer dienstags und donnerstags ab 17 Uhr auf dem Kiesplatz vor der Konzertmuschel treffen. „In lauen Sommernächten werfen wir auch schon mal bis spät in die Nacht“, sagte Dirk Bartz, Vorsitzender des Vereins.

An diesem Sonntagmorgen stand das erste Vereinsturnier an —„eine Mischung aus gesundem Ehrgeiz und Spaß“, wie Bartz es nannte. „Boule ist ein gemeinschaftlicher Sport, bei dem es um Konzentration und Präzision geht“, sagte er. Auch wenn man die meiste Zeit im Jahr Boule als „lockeren Freizeitsport“ betreibe, finden an einer Handvoll Tagen im Jahr bedeutende Turniere statt: Am 23. Juni etwa steht der „Grand-Prix d’aix la chapelle“ an. Dann finden sich bis zu 300 Boule-Begeisterte aus Luxemburg, Belgien, den Niederlanden und Frankreich im Stadtpark ein.

Etwa eine Woche zuvor, am 16. Juni, findet dagegen das Generationenturnier statt, bei dem jeweils ein Jugendlicher und ein Erwachsener im Team gegen andere Teams antreten. „Hier sind auch alle Zuschauer jeden Alters herzlich willkommen mitzuspielen“, sagte Bartz. Denn auch wenn der Verein vor wenigen Jahren noch auf eine vergleichsweise große Jugendgruppe zählen konnte: Nachwuchs suche man immer.

Überhaupt habe Boule in Deutschland einen niedrigeren Stellenwert als etwa in den Nachbarländern. Er vergleicht die Situation gern mit einem Turnier in Maastricht, das bis vor wenigen Jahren dort stattfand. Tonnen an Kies habe man damals mitten in der Stadt aufgekippt. „Das wäre auf dem Katschhof nicht mal so eben möglich“, sagte Bartz. Deshalb schätze er auch die Grenznähe. Mit einigen Vereinen in Belgien und den Niederlanden habe man mittlerweile eine gute Kooperation mit gegenseitigen Besuchen aufgebaut.

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