1. Lokales
  2. Aachen

Solidaritätsaktion zum Karlspreis: „Blue Karla“ unterstützt inhaftierte Frauen in Belarus

Solidaritätsaktion zum Karlspreis : „Blue Karla“ unterstützt inhaftierte Frauen in Belarus

Die zum Karlspreis gegründete Initiative „Blue Karla“ will mit blauen Mützen nicht nur „Farbe bekennen für Frieden und Freiheit in Europa“, sondern auch helfen. Was eindrucksvoll gelungen ist.

Die Initiatorinnen erinnern an das „blaue Wunder zum Karlspreis“, an die Aktion von „Blue Karla“, die blauen Mützen und die Solidarität mit den diesjährigen Karlspreisträgerinnen, den belarussischen Oppositionellen Maria Kalesnikava, vertreten durch ihre Schwester Tatsiana Komich, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo. Außenministerin Annalena Baerbock, EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas zogen sich am Ende der Friedenskundgebung nach der Preisverleihung wie viele Menschen im Katschhof-Publikum die eigens gefertigten „Blue Karla“-Mützen auf.

Engagierte Innenstadt-Geschäfte hatten zuvor handgemachte Modelle und die am ITA der RWTH in einem nachhaltigen Verfahren maschinell hergestellten Mützen unter die Aachenerinnen und Aachener gebracht. Die Initiatorinnen, die fortan mit ihren Ideen und ihrer Aufmerksamkeit den Karlspreis begleiten wollen, sprechen von 1000 Mützen, die auf dem Katschhof am Himmelfahrtstag blau leuchteten.

Insgesamt sind nun 5000 Euro für die „Belarus Women Foundation“ zusammengekommen. Die von Karlspreisträgerin Veronika Tsepkalo gegründete Stiftung unterstützt Frauen, die sich gewaltlos gegen das Regime in Belarus auflehnen und deshalb inhaftiert worden sind. Die Foundation sorgt für psychische Betreuung, kümmert sich um anwaltlichen Beistand und hilft den Kindern der gefangenen Frauen.

 Frauen wie Ina-Marie Orawiec (vorne), Karen Radtke (links) und Anja Haas und viele mehr machen bei „Blue Karla“ mit. Die pro-europäische Initiative hat bei der Karlspreisverleihung im Mai erstmals auf sich aufmerksam gemacht.
Frauen wie Ina-Marie Orawiec (vorne), Karen Radtke (links) und Anja Haas und viele mehr machen bei „Blue Karla“ mit. Die pro-europäische Initiative hat bei der Karlspreisverleihung im Mai erstmals auf sich aufmerksam gemacht. Foto: MHA/Harald Krömer

Bekanntestes Opfer des Lukaschenko-Regimes ist Karlspreisträgerin Maria Kalesnikava, die im vergangenen September wegen angeblicher „extremistischer Umtriebe“ von einem Gericht in Minsk zu elf Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt wurde. Ihre Schwester Tatsiana Komich berichtete auf der Friedenskundgebung in Aachen von den Repressalien, denen Maria Kalesnikava im Gefängnis ausgeliefert ist und von ihrer Würde und ihrer Haltung, die sie den zermürbenden Sanktionen entgegensetzt.

(red)