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Brut- und Setzzeit beginnt: Bitte um viel Rücksicht im Wald

Brut- und Setzzeit beginnt : Bitte um viel Rücksicht im Wald

Nicht nur im Öcher Bösch tummeln sich ab jetzt wieder Jungtiere. Die Brut- und Setzzeit der heimischen Wildtiere beginnt. Worauf muss man dabei achten? Ein Überblick.

Der Aachener Wald und die hiesigen Felder und Wiesen werden zurzeit wieder zu einer großen Kinderstube: Die Brut- und Setzzeit der heimischen Wildtiere beginnt. Darauf weist das städtische Presseamt hin. Sowohl tragende und brütende Tiere als auch ihr Nachwuchs sind in dieser Zeit nicht schnell oder kräftig genug, um sich vor vermeintlichen Gefahren in Sicherheit zu bringen.

Die Gefahren seien vielfältig. So können die gut getarnten Vogelnester von Bodenbrütern schnell übersehen und zertreten werden. Häufige Störungen führen dazu, dass Wildtiereltern ihren Nachwuchs verlassen oder ihr Nest aufgeben. Einige Waldbesucherinnen oder Waldbesucher berühren vermeintlich verlassene Jungtiere. Diese werden oft von ihren Eltern verstoßen, da sie den Geruch des „Feindes“ angenommen haben. Für alle Wildtiere gilt das Gleiche: Sie sind jetzt besonders gefährdet, sie brauchen Ruhe und Sicherheit.

Hunde anleinen!

Laut Presseamt ist es daher wichtig, dass die Menschen in der jetzigen Jahreszeit mit viel Rücksicht und Umsicht bei ihren Ausflügen in die Natur unterwegs sind. Das Gemeindeforstamt der Stadt Aachen empfiehlt allen: Hunde sollten angeleint bleiben, am besten auch auf den Wegen. Beim Laufen und Radfahren sollten nur die offiziellen Wege in Wald und Wiese genutzt werden. Rehkitze, andere junge Wildtiere oder auch Vögel sind nicht allein. Deshalb sollten sie in Ruhe gelassen und auf alle Fälle nicht angefasst werden.

Viele Wildtiere, darunter Rehe und Hasen, legen ihren Nachwuchs in den ersten Wochen nach der Geburt an einer für sie sicheren Stelle ab und suchen dann nach Nahrung. „In regelmäßigen Abständen kehren die Mütter oder auch Eltern zum Nachwuchs zurück, um ihn zu säugen, zu füttern oder umzuquartieren“, sagt Gerd Krämer, Leiter des Forstamts. Selbst wenn die Eltern längere Zeit wegblieben, sei ihr Nachwuchs weder verwaist noch krank. „Die Eltern kennen den Aufenthaltsort ihres Nachwuchses. Sie finden sich durch gegenseitige Ruflaute immer wieder“, betont Krämer. Wer unsicher sei, könne dem städtischen Gemeindeforstamt den Fundort mitteilen, unter der Rufnummer 0241/432-36611.

(red)