Aachen: Bitte lächeln: Alemannia bläst zum Aufbruch

Aachen: Bitte lächeln: Alemannia bläst zum Aufbruch

Es herrscht Aufbruchstimmung bei der Alemannia. Das neue Vereinswappen sowie die Kampagne „Auf Gedeih und Verderb” sind nur zwei Hinweise darauf, dass man die vergangene Saison rund um den Tivoli möglichst schnell abhaken und einen Neustart einleiten will.

Kampf, Leidenschaft und Zusammenhalt: Das sind die Attribute, mit denen die Schwarz-Gelben seit Wochen auf diversen Plakaten in der Stadt abgebildet sind. Am Sonntag präsentierte sich das Spieler- und Trainerteam im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung mit den gleichen Tugenden. „Es passiert was, wir spüren es”, verkündete Sportdirektor Erik Meijer und erhielt Beifall. Rund 20.000 Besucher kamen auf den Vorplatz des neuen Tivoli, um gemeinsam die neue Spielzeit einzuläuten.

Dass der Vorfreude auf die neue Saison keine Grenzen gesetzt sind, zeigten die ersten Fans bereits in den frühen Morgenstunden. Schon vor Mittag bildeten sie eine schwarz-gelbe Menschenschlange bis zur Krefelder Straße, und das nur, um rechtzeitig bei der offiziellen Autogrammstunde der Mannschaft hautnah dabei sein zu dürfen.

Doch das war längst nicht alles, was den Besuchern rund ums Stadion präsentiert wurde: Ob Modenschau, Tanzdarbietungen oder Fußballakrobatik durch Freestyler Thomas Rist - es wurde viel Abwechslung geboten. Während es sich einige Besucher bei herrlichem Wetter in der Tivoli-Bimmelbahn gemütlich machten, um eine Rundfahrt über das Gelände zu genießen, konnten sich die Experten beim Alemannia-Quiz gegenseitig mit ihrem Vereinswissen messen. Für die Gewinner wartete dabei ein ganz besonderes Highlight: Sie durften zusammen mit ihren Idolen aufs Mannschaftsfoto, das natürlich auf dem heiligen Rasen im Stadion geschossen wurde. Für drei glückliche Alemannen hieß es deshalb: „Zusammenrücken, und bitte lächeln.”

Apropos Zusammenrücken: Die Nähe der Spieler zu ihren Fans sollte am Sonntag während der Saisoneröffnung ohnehin im Vordergrund stehen. So waren Auer, Herzig und Kollegen nicht nur bei der Autogrammstunde zum Greifen nahe, sondern auch während der gesamten Veranstaltung, so dass stets Zeit für einen kleinen Small-Talk blieb. Eine weitere beliebte Anlaufstelle: Der Spielerbus, der mit seinem neuen Logo bereits von weitem glänzte. Wer sich einmal ein Bild davon machen wollte, mit welchem Komfort die Schwarz-Gelben zu ihren Auswärtsspielen reisen, erhielt die einmalige Gelegenheit, den „Luxusbus” einmal von innen zu begutachten. So lernten die Fans ihre Alemannia und die Alemannia ihre Fans einmal mehr ganz ungezwungen kennen. „Wir sind erneut sehr zufrieden mit dem Ablauf. Wie schon in den vergangenen Jahren ist es ein Fest für Groß und Klein”, zeigte sich Geschäftsführer Frithjof Kraemer mit der Saisoneröffnung zufrieden.

Abgerundet wurde der lange Fantag mit einem Showtraining im Stadion, bei dem das Trainergespann um Peter Hyballa einen Eindruck davon gab, wie hart im Rahmen des Trainingslagers am Walchsee trainiert wurde. „Wir haben sehr intensiv auf dem Platz gearbeitet. Jetzt freuen wir uns endlich auf die neue Saison”, sagte ein sichtlich zufriedener Peter Hyballa.

Schon am kommenden Sonntag kann der Chefcoach beim Derby-Cup gegen Fortuna Düsseldorf und Bayer Leverkusen einen Hinweis darauf erhalten, wie weit die junge Mannschaft bereits ist. „Wir freuen uns auf diesen letzten ernsthaften Test”, sagte er. Mit ihm hoffentlich auch ein gut gefülltes Stadion.

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