Aachen: Bismarckstraße: Das Ende der Rüttelstrecke naht

Aachen: Bismarckstraße: Das Ende der Rüttelstrecke naht

Mehr als 7000 Fahrzeuge durchqueren täglich die Bismarckstraße zwischen Oppenhoffallee und Adalbertsteinweg. Ein Vergnügen ist das nicht — die rund 150 Meter lange Strecke ist mit Schlaglöchern übersät.

Eine Besserung rückt jetzt in greifbare Nähe, verabschiedete die Bezirksvertretung Aachen-Mitte doch auf ihrer jüngsten Sitzung die Sanierung des kurzen Straßenabschnitts. Mit zwei Gegenstimmen einigte man sich auf die von der Verwaltung vorgelegte Variante mit der Nutzung von nur einer Straßenseite als Parkraum und der Einrichtung von Fahrrad-Schutzstreifen in beiden Fahrtrichtungen.

Vorangegangen war eine längere Diskussion, hatte die Verwaltung doch noch eine zweite Sanierungsvariante vorgestellt, die auf die Einrichtung von Fahrradwegen verzichtete und dafür mit beidseitigem Parkangebot die Schaffung von neun weiteren Parkplätzen vorsah. Eine Lösung, die der vorangegangene Mobilitätsausschuss mit knapper CDU/FDP-Mehrheit noch favorisiert hatte. Auch in der Bezirksvertretung argumentierten die Befürworter, dass Fahrradstreifen auf diesem Straßenabschnitt wegen der geringen Geschwindigkeit der passierenden Fahrzeuge nicht notwendig seien.

Ausschlaggebend für die Verabschiedung von Variante 1 waren letztlich die schon realisierten Sanierungen der Oppenhoffallee und des anderen Teils der Bismarckstraße, wo Fahrradschutzstreifen geschaffen wurden. Die Installation von sechs „Chronoskopen“ — Info-Stelen, an denen durch einen Guckkasten mittels kurzer Filme oder animierter Bilder über das Weltkulturerbe Dom informiert werden soll — war ein Thema. Einstimmig beschlossen wurde, dem Planungsausschuss die Verabschiedung des Baus der Chronoskope und deren Aufstellung zu empfehlen.

Die Standorte sollen auf dem Münsterplatz, Markt, Katschhof, Hühnermarkt und Hof sein, sechs Drehbücher zu den Themen Dom, Rathaus, Pfalz, Capitulare de Villis, Granusturm und Thermalquellen liegen vor. Die Filmproduktion in vier Sprachen wird in den nächsten Wochen abgeschlossen. Die technische Planung der 2,50 Meter hohen Stelen ist soweit abgeschlossen, dass ihre Herstellung beauftragt werden kann.

Mit drei Gucklöchern in unterschiedlicher Höhe kann sich auch eine kleine Gruppe einen Film gemeinsam ansehen. 33.500 Euro kostet die Herstellung eines Chronoskops, hinzu kommen Kosten für notwendige Tiefbauarbeiten, archäologische Begleitung und Mobilfunkanschluss-Gebühren, so dass sich eine Investitionssumme von insgesamt gut 226.000 Euro ergibt. Zu zwei Dritteln wird diese mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket I gestemmt — Zielsetzung hierbei ist die Vermittlung des Weltkulturerbes Dom an die Öffentlichkeit.

(fg)