Aachen: Bierbörse rund um den Tivoli

Aachen: Bierbörse rund um den Tivoli

Von den frühen Anfängen im alten Ägypten, über die brauenden Mönche des Mittelalters bis hin zu den riesigen Brauunternehmen von heute: der Gerstensaft gehört für viele Menschen in Maßen zum Leben dazu.

Verschiedene Biere kennenzulernen, gemütlich beisammen zu sitzen und ein bisschen mehr Einblick in die vielfältige Welt der Biere bekommen, das kann man in Aachen von Freitag, 22. Juni bis Sonntag, 24. Juni am Tivoli.

Bei der ersten Aachener Bierbörse werden an 30 Bier- und Speiseständen weit über 400 verschiedene Biersorten vorgestellt, darunter, ganz neu, das „Kaiserstädter“, ein Bier, das im Auftrag der Alemannia gebraut wird (siehe Seite 17). Die Bierbörse als solche ist schon etwas länger etabliert: 1987 fand unter Leitung von Werner Nolden die erste Bierbörse in Leverkusen statt, damals mit sieben Ständen. Schnell fand das Konzept seinen Weg in andere deutsche Städte.

Produkte aus vielen Ländern

Die Bierbörse macht selbstverständlich bei deutschen Bieren nicht halt. Geboten werden unter anderem Biere aus Italien, Polen, Spanien, Brasilien und sogar Singapur. Natürlich dürfen auch belgische Spezialitäten nicht fehlen. Darauf hat sich Robert Brüll spezialisiert. Freunden belgischer Biere wird der Stand wärmstens empfohlen. Ein richtiger Hingucker wird das „Störtebecker-Schiff“, ein Nachbau eines Segelschiffs, in dem auch ein Bier gleichen Namens verkauft wird.

Wer es lieber etwas weniger piratig mag, der ist in der mittelalterlichen Fass-Taverne gut aufgehoben. In passender Kleidung werden hier Honigbiere und Met (Honigwein) verkauft. Apropos Fass: Die meisten der ausgeschenkten Biere kommen direkt vom Fass. Das macht die Bierbörse auch in Zeiten, in denen man immer mehr Bierspezialitäten auch im Supermarkt kaufen kann, zu einem kulinarischen Ereignis, nicht nur für Bierfreunde. Für Menschen, die Gluten nicht vertragen, wird es glutenfreies Bier geben.

Kein Jahrmarkt

Für Sophia Fritsch, verantwortlich für die Bierbörse in Aachen, ist es wichtig, dass es um das gemütliche Beisammensein geht. Deshalb wird es außer in Cocktails keinen Schnaps geben. Auch Verkaufsstände wie auf dem Jahrmarkt wird es bei der Bierbörse nicht geben. Nur ein Glasgraveur wird Biergläser gravieren. Die Bierbörse soll möglichst müllfrei bleiben. Daher gibt es an jedem Stand nur Glasflaschen und Gläser gegen Pfand, die zum jeweiligen Bier passen. Nolden und Fritsch rechnen damit, dass der ein oder andere Gast ein Glas mitnimmt.

Und wer dann ein besonderes Erinnerungsstück haben möchte, darf auch direkt damit zum Graveur gehen.

Los geht es am Freitag, 22. Juni, um 15 Uhr an der Krefelder Straße, Fassanstich ist um 17 Uhr. Danach ist die Bierbörse bis Mitternacht geöffnet. Am Samstag, 23. Juni, ist die Börse ebenfalls von 15 Uhr bis Mitternacht geöffnet, am Sonntag, 24. Juni, von 11 Uhr bis 20 Uhr. Für Samstagabend ist ein zusätzlicher Nachtbus eingerichtet worden.

Mehr von Aachener Zeitung