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Aachen: Bezirksvertretung: Weiter Ärger über Mountainbiker im Wald

Aachen : Bezirksvertretung: Weiter Ärger über Mountainbiker im Wald

Bei ihrer letzten Sitzung vor der Weihnachtspause haben die Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte die Einrichtung von zwei Fußgängerquerungen in der Nizzaallee verworfen.

Die Verwaltung hatte die Ausführung der beiden Querungshilfen, die jeweils von der Rütscher Straße und der Försterstraße Richtung Lousberg führen sollten, im Rahmen der Errichtung der Bewohnerparkzone „N“ vorgeschlagen. Die Kosten von rund 20.000 Euro für eine Fahrbahnverengung durch vorgezogene Gehwege sah die Mehrheit der Bezirksvertreter jedoch an dieser Stelle als unnötig an.

„An anderen Stellen in der Innenstadt besteht in dieser Hinsicht viel mehr Bedarf“, meinte Heiner März von der SPD. Seine Partei schlug deshalb vor, das Geld lieber in einen Fußgängerüberweg an der Kita Königsberger Straße zu investieren.

Auf Anfrage der SPD informierte das Forstamt auch über die Auswirkungen von Mountainbikern im Aachener Wald. Die Einrichtung einer entsprechenden Strecke hat demnach keine Entlastung für andere Waldwege gebracht. Erst in der vergangenen Woche seien wieder zwei „wilde“ Strecken abgebaut worden, erklärte Förster Herbert Koch. Die Popularität der Sportart nehme zu. Mittlerweile gebe es sogar Nachtfahrer — zum Nachteil der Waldtiere.

Auf breite Zustimmung stießen hingegen die Pläne zum Bau eines Radschnellweges über den ehemaligen Damm der Bahnlinie Aachen-Düsseldorf bis Richterich. An einem entsprechenden Landeswettbewerb hatte sich die Städteregion bereits im Juli beteiligt, vergangene Woche erhielt sie zusammen mit vier anderen Regionen in NRW eine Auszeichnung für die Planungen.

Für die Gewinner ist eine Förderung des Landes in Höhe von 80 Prozent der Planungs- und Baukosten vorgesehen. Dazu muss die Verwaltung zunächst einen Förderantrag für die Machbarkeitsstudie bis zum 31. Januar stellen.