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Bezirksvertretung Aachen-Brand: Ausbau Münsterstraße für 2020 geplant

Sanierung zwischen Vennbahntrasse und Autobahn : Eine Perspektive für die Münsterstraße

Als 2007 mit dem umfassenden Umbau der Trierer Straße begonnen wurde, stand auch der Ausbau der Münsterstraße schon auf der Tagesordnung der Brander Bezirksvertretung und hatte es sogar bis in den Haushaltsplan der Stadt geschafft. Doch die Trierer Straße ging seinerzeit vor. Das soll sich bald ändern. Endlich.

Ursprünglich hätte die Münsterstraße unmittelbar nach Fertigstellung der Trierer Straße saniert werden sollen. Doch auch daraus wurde nichts. Zwar wurden in der Zwischenzeit der Grauenhofer Weg, dessen Fortsetzung die Münsterstraße ist, wie auch ein Stück der Münsterstraße in der Ortslage Niederforstbach zwischen der Vennbahnquerung und dem Kreisverkehr an der Wilhelm-Ziemons-Straße erneuert, aber bei dem 600 Meter langen Herzstück zwischen der Unterführung unter der Autobahn 44 und dem Vennbahnweg tat sich nichts. Daran änderte sich auch nichts, als eine einigermaßen genervte Bezirksvertretung das Thema im Herbst 2015 erneut auf die Tagesordnung setzte. Damals hieß es jedoch, es sei kein Geld vorhanden, frühestens 2017 werde sich etwas tun.

So ganz hat sich der Termin zwar nicht halten lassen, aber immerhin stellte die Verwaltung jetzt in der Brander Bezirksvertretung eine Planung vor, wonach im Jahr 2020 tatsächlich mit dem Ausbau begonnen werden soll. Diese Planung sieht vor, die Straße auf ganzer Länge auf eine Breite von 6,50 Meter auszubauen, um so den Begegnungsverkehr von Bussen, Lkw oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen gefahrlos zu ermöglichen. Auf der nördlichen Straßenseite soll der bereits vorhandene, von der Straße getrennte kombinierte Fuß- und Radweg auf eine Breite von 3,40 Meter ausgebaut werden. Im Rahmen der Vorplanung wurden Kosten in Höhe von 1,25 Millionen Euro ermittelt. Angesichts der Tatsache, dass im geplanten Bereich lediglich ein Grundstück von der Münsterstraße aus erschlossen wird, ist die Frage ob Anliegerbeiträge fällig werden, noch offen.

In der Debatte zeigten sich die Bezirksvertreter von den Plänen sehr angetan und hoben hervor, dass es jetzt eine Perspektive geben, wie es weitergehe. Lediglich bei der von der Verwaltung vorgeschlagenen Benutzungspflicht für den Geh- und Radweg wollten die Bezirksvertreter nicht mitziehen. Nach ihrer Auffassung sollen die Radfahrer selbst entscheiden, ob sie die Fahrbahn oder den kombinierten Geh- und Radweg nutzen wollen, vor allem in Hinblick auf eine mit Gefahren verbundene Querung der Straße am Beginn des Ausbaus an der Autobahnunterführung.