Bezirksvertreter wollen in Kornelimünster Süd Bauland schaffen

Diskussion über Flächennutzungsplan : Grüne setzen sich nicht durch

Umstritten war nur die Prüffläche Kornelimünster Süd, als die Verwaltung  jetzt der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim den Flächennutzungsplan 2030 (FNP) vorstellte.

Die Fläche grenzt an das Inda-Gymnasium sowie an den dortigen Sportplatz, und sollte nach Meinung der Grünen unter gar keinen Umständen bebaut werden – aus „Naturschutz- und Ortsbild-Gründen“. Doch ihre Einwände fanden kein Gehör. Die Fläche wird als Bebauungsfläche ausgewiesen, wenn auch in etwas verkleinerter Form. Da sich die Bezirksvertreter an der Nütheimer Straße Süd einen zusätzlichen Sportplatz wünschen, ergibt sich daraus eine Verringerung der Bebauung, was die Verwaltung im FNP berücksichtigen soll.

Es gab noch drei weitere Bereiche, die die Bezirksvertretung zusätzlich in den Flächennutzungsplan aufnehmen will: Neben der Nütheimer Straße Süd sollen auch Flächen an der Oberforstbacher Straße/Ecke Wildenhofweg sowie in Kornelimünster Nord als bebaubar ausgewiesen werden. Außerdem soll die Prüffläche Schmithofer Weg West erweitert werden. „Denn würde man so bauen, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, dann wäre die dahinter liegende Wiese nicht mehr erreichbar“, führte Hans Peter Jumpers (CDU) aus. Auch hier wünschen sich die Bezirksvertreter also eine Erweiterung der bebaubaren Fläche im Flächennutzungsplan.

Einig waren sich alle darin, dass es ausreichend Platz geben müsse, um Kornelimünster und auch Walheim zu erweitern – sowohl mit  Wohnbebauung als auch mit Gewerbeflächen. Die Möglichkeiten dazu seien aber in beiden Orten begrenzt, hatten die Planerinnen Monika Fischer und Andrea Kranefeld zuvor betont. Genutzt werden soll deshalb auch innerorts jede erdenkliche Baulücke oder freie Fläche, die sich für eine Bebauung eignet.

16 Prüfflächen

Für Kornelimünster und Wahlheim weist der FNP insgesamt 16 sogenannte Prüfflächen aus, die in der Bezirksvertretung Punkt für Punkt abgearbeitet wurden. Hier und da gab es Einwände oder auch Verbesserungsvorschläge. So wünschen sie sich am Sportplatz Hahn mehr Stellplätze. „Denn dort herrschen vor allem bei Fußballspielen katastrophale Bedingungen“, meinte beispielsweise Ladislaus Hoffner (SPD). Am Frankensteg soll es keine zusätzliche Bebauung geben. „Zu eng, zu schwierig“, meint die CDU. Das gleiche gilt für die Dorfer Straße. Bei der Prüffläche Heidchen soll die bereits vorhandene Bebauung verlängert werden, und die Abtei sehen alle gleichermaßen als besonders kritisch an. In ihrer Nähe soll zwar durchaus gebaut werden können, aber mit Fingerspitzengefühl.