Aachen: Betrunken Ampel und Laternenmast „rasiert”

Aachen: Betrunken Ampel und Laternenmast „rasiert”

Wie der Zufall so spielt: Bei zwei Unfällen sind am Freitag ein Laternenmast sowie eine Ampelanlage völlig zerstört. In beiden Fällen waren es belgische Autofahrer, die die Masten rammten. In beiden Fällen waren die Fahrer betrunken.

Und in beiden Fällen gab es zum Glück keine Verletzten. Zunächst jedenfalls.

Ein 22 Jahre alter Mann war am frühen Freitagmorgen um 2.30 Uhr gegen die Ampelanlage an der Josefskirche gedonnert. Er war aus Richtung Trierer Straße gekommen und wollte in die Innenstadt. In der leichten Linkskurve an der Kirche kam er aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und fuhr auf die Mittelinsel, wo dann der Ampelmast die Fahrt jäh bremste. Die Ampel war nicht mehr brauchbar.

Das hatte böse Folgen: Kurz nach halb sechs wollte ein 64-Jähriger vom Adalbertsteinweg nach links in die Stolberger Straße einbiegen. Dabei kollidierte er mit dem Wagen eines 41-Jährigen, der auf dem Adalbertsteinweg Richtung Stadt fuhr. Beide mussten ins Krankenhaus, der eine leicht, der andere schwer verletzt. Über 50.000 Euro betrug der Sachschaden.

Zwei Stunden später „traf” ein Autofahrer einen Laternenmast an der Lütticher Straße, der in Richtung Wald knickte. Der Fahrer rief selbst die Polizei, die schnell eine „Fahne” wahrnahm. Auch diesem Unfallverursacher wurde eine Blutprobe entnommen. Sein Führerschein wurden ebenfalls sichergestellt.

Kurz nach 10 Uhr ging es mit den Unfällen an der Neuenhofstraße/Ecke Reinhardstraße weiter. Dort wurde ein 83 Jahre alter Radfahrer schwer verletzt. Eine 29-jährige Autofahrerin aus Aachen fuhr die Neuenhofstraße in Richtung Debyestraße. Der Radfahrer war auf dem rechten Gehweg der Neuenhofstraße in gleicher Richtung unterwegs. Hinter der Einmündung Reinhardstraße fuhr der Radfahrer laut Polizei plötzlich vor dem Pkw auf die Straße. Er wurde von dem Wagen erfasst und prallte auf die Motorhaube. Dabei zog er sich Verletzungen im Oberkörperbereich zu, war aber noch ansprechbar.

Mit einem Rettungswagen wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei musste mit mehreren Streifenwagen anrücken, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Wegen der Baustelle auf dem Madrider Ring ist diese Stelle im Moment ohnehin stauanfällig.

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