Aachen: Besserer Schutz vor den bösen Fallen des Internets

Aachen: Besserer Schutz vor den bösen Fallen des Internets

Zwischendurch mit den Freunden bei Facebook chatten, den Status aktualisieren und noch schnell ein Video bei Youtube hochladen — im digitalen Zeitalter ist die Nutzung neuer Medien für viele Kinder und Jugendliche bereits zu einem selbstverständlichen Teil ihres Alltags geworden. Und das ist nicht unbedingt schlecht. Denn die neuen Medien bieten — wenn man sie richtig zu nutzen weiß — vielfältige Chancen.

Wenn jedoch die Aufklärung über den richtigen Umgang mit den neuen Kommunikationskanälen fehlt, dann können diese schnell zur Gefahr werden. Ob Cybermobbing, Gewaltvideos auf dem Handy, die Missachtung des Urheberrechts oder illegale Musikdownloads — das Internet hält viele Fallen bereit, in die der unbedarfte Nutzer tappen kann. Um diese Fallen zu umgehen, bedarf es der Aufklärung sowohl von Schülern als auch von Eltern. Diese soll dabei helfen, die Chancen und Risiken medialer Angebote zu erkennen und diese kritisch und kreativ zu nutzen.

Aus diesem Grund wurden in den letzten Wochen rund 40 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit 20 Lehrerinnen und Lehrern von zehn Schulen aus der Städteregion Aachen (Monschau, Eschweiler, Würselen, Herzogenrath, Alsdorf, Simmerath und Aachen) zu sogenannten „Medienscouts“ ausgebildet. Das Programm wurde mit Unterstützung der Landesanstalt für Medien NRW schulformübergreifend umgesetzt.

In fünf Qualifizierungsworkshops wurden die Teilnehmer von drei Referentinnen der Landesanstalt für Medien zu den Themen „Internet und Sicherheit“, „Social Communities“, „Handy“ und „Computerspiele“ fit gemacht. „Dabei haben die Schüler nicht nur mehr über den Umgang mit neuen Medien erfahren, sondern haben durch die Workshops auch viele neue Kompetenzen wie Durchhaltevermögen, Rhetorik und Teamfähigkeit erworben“, beschreibt die Referentin Kristin Langer.

Zu den künftigen Aufgaben der Medienscouts wird es gehören, ihre jüngeren Mitschüler der 5. und 6. Klassen über verschiedene Themen rund um den Umgang mit neuen Medien zu informieren. Zudem werden sie als Ansprechpartner sowohl für Eltern auf Elternabenden, als auch für ihre Mitschüler in offenen Sprechstunden oder per Mail zur Verfügung zu stehen. Außerdem haben sich die Workshop-Absolventen vorgenommen, ihre Mitschüler ebenfalls als Medienscouts auszubilden. „Ein wichtiger Faktor für das Gelingen des Projektes ist der peer-education-Ansatz, bei dem die Schüler von ihren Mitschülern lernen und somit die Hemmschwelle sich mit dem Thema zu beschäftigen nicht so hoch ist“, sagt Langer.

Als Belohnung für ihren Einsatz in den Workshops erhielten die frisch ausgebildeten Medienscouts ihre Zertifikate aus der Hand von Schulrätin Renate Katz, die sich bei allen Schülern und Lehrern für ihr großes Engagement für die Förderung der Medienkompetenz an den Schulen in der Städteregion bedankte.

Auch im nächsten Jahr ist die Landesanstalt für Medien NRW wieder in der Region unterwegs. Dann wird eine neue Medienscout-Generation an Dürener Schulen Tipps zum richtigen Umgang mit neuen Medien geben.

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