Aachen: Berufkolleg hat beim 65. Europäischen Wettbewerb kräftig abgesahnt

Aachen : Berufkolleg hat beim 65. Europäischen Wettbewerb kräftig abgesahnt

Ganze 17 Preise haben die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Gestaltung und Technik im Rahmen des 65. Europäischen Wettbewerbs gewonnen. Eine Zahl, die nicht nur Elke Kraus-Ohler, Betreuerin des Wettbewerbs und Fachlehrerin für Deutsch/Kommunikation und Sozialwissenschaften am Berufskolleg, stolz macht.

„Dass die eingereichten Beiträge auf so positive Resonanzen stießen, freut uns alle sehr und zeigt das Talent und den Ideenreichtum unserer Schülerinnen und Schüler.“

Der Europäische Wettbewerb ist der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands. In der aktuellen Runde hat sich die Ausschreibung am Kulturerbejahr 2018 beteiligt. Unter dem Motto „Denk mal — worauf baut Europa?“ waren alle Altersgruppen und Schulformen aufgerufen, Europas Fundament kreativ freizulegen. Zugrunde liegt dem Motto ein Zitat des estnischen Schriftstellers, Filmemachers und Politikers Lennart Meri: „Die Stärke Europas besteht eigentlich darin, dass es eine Summe verschiedener Mentalitäten und Kreativitäten ist, das Gegenteil von Gleichschaltung und Einebnung.“

Primär ging es darum, zu überlegen, welche Gebäude, welches Handwerk oder auch welches Denkmal die Teilnehmer besonders beeindrucken. In einem weiteren Schritt wurde hinterfragt, welche Verbindungen zwischen Hofmalern und Selfies besteht oder was das Medienzeitalter der Nachwelt hinterlassen wird.

Die 17 Preise, die das Berufskolleg gewann, unterteilen sich in 12 Landespreise und fünf Bundespreise. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus den Klassen der Mediengestalter und aus den beiden Klassen FOS 13 (Abitur, Vollzeitklassen, Gestaltung). Mit dem Thema „Vom Hofmaler zum Selfie“ beschäftigten sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen.

So setzten sich Kira Antons und Celina Höflie mit der Selbstinszenierung der Frau auseinander, während Lena Corsten in einem Flyer die Entwicklung von der klassischen Hofmalerei hin zum Selfie darstellte. Unter dem Motto „Vielfalt macht stark“ überzeugten Romina Grief, Cemre Polat und Hui Ming Tran mit einem selbst geschriebenen und komponierten Song. Damit erreichten sie den ersten Platz in der Rubrik „Landespreis NRW“.

„Wir setzen uns in dem Lied mit Rassismus, Demokratie und Vielfalt in all seinen Facetten auseinander und sprechen damit verbundene Emotionen an. Trotz verschiedener Herkunft und unterschiedlicher Kulturen sind wir doch alle gleich“, so Romina Grief. Golo Vincent Köhr und Michelle Eggen entwarfen zum Thema „Digitales Erbe“ ein Plakat, in dem sie sich mit der Frage befassten, welche Spuren die Menschheit in den digitalen Welten des Internets hinterlässt. „Hasstiraden und gemeine Kommentare sind immer irgendwo im Internet auffindbar. Wir haben satirisch dargestellt, wie große die Müllhalde an digitalem Abfall stetig wächst. Denn das ist auch ein Aspekt, der zu Europa gehört und unzählige Menschen betrifft“, erklärte Laschet.

Die gesamte Klasse der FOS 13 gewann mit einem gemeinschaftlich erstellten Pop-Up-Buch ebenfalls einen Preis. Innerhalb dessen thematisierten die Schüler den Stellenwert von Sport in Europa. Zusammenhalt und Fairplay finden darin ebenso Beachtung wie Doping und Hooligans.

„Die Auseinandersetzung mit der Vielschichtigkeit, die durch das Thema gegeben war, hat uns allen großen Spaß gemacht. Es war eine wirklich spannende Zeit, aus der viele tolle Ergebnisse hervorgegangen sind“, resümierte Maike Buscher, Referendarin Mediendesign.

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