Aachen: Benefizauktion: Die Mischung macht‘s beim NAK

Aachen: Benefizauktion: Die Mischung macht‘s beim NAK

Die meisten Ausstellungsstücke hängen bereits an der Wand oder stehen an ihrem Platz. In der einen Ecke wird noch geschraubt und aufgebaut, in der anderen schon gefachsimpelt und bewundert.

Sichtlich angespannt, aber voller Vorfreude steht Dr. Werner Dohmen, Vorsitzender des Neuen Aachener Kunstvereines (NAK), inmitten des Geschehens. Der Grund: Am kommenden Samstag, 13. Dezember, um 19 Uhr, findet die alljährliche Benefizauktion im Kunstverein in der Passstraße 29 statt.

Auf einer Ausstellungsfläche von rund 200 Quadratmetern sind über 110 Werke von Künstlerinnen und Künstler aus Aachen, der Euregio, Köln und der ganzen Welt zu sehen. Unter ihnen auch solche mit internationalem Renommee.

Die unterschiedlichen Werke — Gemälde, Fotografien, Skulpturen, Collagen und Installationen —, die sich in einem Preisbereich zwischen 80 Euro und 14.000 Euro bewegen, sind bereits in dieser Woche für die Öffentlichkeit zugänglich. Alle Interessenten haben bis Donnerstag, den 11. Dezember, von jeweils 14 bis 20 Uhr Zeit, sich ausführlich über die Werke zu Informieren oder die Beratung von Fachleuten des NAK in Anspruch zu nehmen.

Das Interesse ist auch in diesem Jahr wieder enorm, denn mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass bei der jährlich stattfindenden Auktion Werke von international sehr erfolgreichen Künstlern oftmals günstiger unter den Hammer kommen als anderswo. „Was uns von anderen Auktionen unterscheidet, ist die Mischung“, sagt Ben Kaufmann, Direktor des Kunstvereins Aachen und verweist auf die ausgestellten Werke jener Künstler, die noch keinen großen Namen haben und mit ihren Stücken mitten in der Diskussion stehen.

Wenn am Samstagabend der Hammer fällt, wird es spannend für den NAK, der sich zu einem Großteil aus den Einnahmen finanziert. Man hofft, an die Summen der Vorjahre anschließen zu können, die immerhin 20 Prozent des Jahresetats ausmachen müssen. „Um unseren Verein finanzieren zu können, benötigen wir jedes Jahr rund 250.000 Euro“, sagt der Vorsitzender des Vereins.

Die jährliche Bezuschussung der Stadt von rund 30.000 Euro würde bei weitem nicht ausreichen, um den Veranstaltungskalender zu füllen und die Ausstellungen interessant zu halten, so Dohmen. Um dem Ansturm diese Woche gerecht zu werden, haben alle Besucher die Möglichkeit, vergünstigt im Parkhaus der Carolus Thermen zu parken. Den entsprechenden Parkstempel gibt es in der Ausstellung.