Aachen: Bemerkenswerte Fotoausstellung des „Fotoclubs 2000“ im Finanzamt

Aachen: Bemerkenswerte Fotoausstellung des „Fotoclubs 2000“ im Finanzamt

Während der dunklen und kalten Jahreszeit einmal um die Welt reisen, ohne dafür die Stadt Aachen zu verlassen, ob ein Spaziergang durch Prag, ein Zusammentreffen mit jungen Kubanern oder eine Wanderung durch die Eislandschaft Grönlands: Das Foyer des Finanzamts Aachen lässt dahingehend aktuell kaum einen Wunsch offen.

Mitbringen müssen Interessierte nur viel Vorstellungskraft und ein gewisses Maß an Begeisterung für gute Fotografie.

Der Aachener Fotoclub 2000 lädt in diesem Jahr nämlich bereits zum 12. Mal zur Jahresausstellung in das Finanzamt ein und präsentiert Fotografien aus vielen Regionen der Welt. Neben Tschechien, Kuba und Grönland waren die ausstellenden Fotografen in Island, den Vereinigten Staaten, Spanien, Dänemark, Belgien aber selbstverständlich auch im heimatlichen Aachen unterwegs. Herausgekommen sind faszinierende Landschaftsbilder und malerische Stadtporträts. Doch es wurde auch ganz nah herangezoomt und Tiere oder Pflanzen groß in Szene gesetzt.

„Wir haben bewusst kein Thema vorgegeben, um niemandes Interesse auszuschließen und der Kreativität keine Grenzen zu setzen“, nennt Peter Palm, Vorsitzender des Fotoclubs, den Grund für die Vielfalt an Motiven. So könne jedes Mitglied ausstellen, was er oder sie möchte. Sei die Zahl der gewünschten Bilder mit der Maximalanzahl an Ausstellungsspielraum nicht vereinbar, so würde im Zweifelsfall gelost, schildert der Vorsitzende die Vorgehensweise seines Clubs.

116 Fotografien und die drei besten Werke des vergangenen Jahres haben es in die diesjährige Ausstellung schlussendlich geschafft. Bei der Ausstellungseröffnung freuten sich darüber nicht nur die Fotoclub-Mitglieder. Auch Bürgermeisterin Margrethe Schmeer, Finanzamtsleiterin Dagmar Andernach-Lürken und knapp 100 Gäste bestaunten die eindrucksvollen Fotografien.

Viel mehr als ein Knips per Handy

Schmeer konnte sich beim Anblick der vielen professionell und aufwendig geschossenen Bilder einen Seitenhieb in Richtung „Generation-Handy“ nicht verkneifen: „Beim Reisen gibt es mittlerweile häufig diese invasive Geste des Handy-in-die-Luft-Streckens. Alles wird eingefangen, und Fotos werden niemals selektiert.“ Im Gegensatz dazu sei diese Ausstellung für die Bürgermeisterin eine Geste der Entschleunigung zugunsten von Qualität.

Bis zum 12. Januar 2018 sind die Fotos aus aller Welt noch im Foyer des Finanzamts ausgestellt und geben die Möglichkeit auf eine abenteuerliche Reise.

(lak)