Unterstützung für soziale Einrichtungen: Beispielhafter Gemeinsinn

Unterstützung für soziale Einrichtungen: Beispielhafter Gemeinsinn

Der Soerser Adventsbasar hat sich längst einen Namen gemacht, und so mag es auch nicht verwundern, dass diesmal 15.500 Euro in die Spendenkasse gingen. Und wie seit geraumer Zeit schon haben die Organisatorinnen des Basars auch diesmal wieder überwiegend regionale Projekte mit einer entsprechenden Finanzspritze bedacht.

2008 hatten Nicole Schieren und Edith Kleiber damit begonnen, einen ersten Adventsbasar im Gemeindezentrum St. Andreas an der Merowingerstraße zu organisieren. Inzwischen findet der Basar alle zwei Jahre statt und ist eine feste Größe. Mit viel Liebe und Ausdauer beginnen die Vorbereitungen jeweils im Frühjahr zuvor. Vom älteren Soerser Ehepaar bis hin zu vielen jungen Helfern sind rund 100 Helfer mit von der Partie. Katrin Sieprath ist gemeinsam mit Rolf Bertram für die Organisation verantwortlich. Und der Aufwand hat sich offensichtlich gelohnt: Jetzt stellten sich die fünf Projekte, die vom Adventsbasar unterstützt werden, noch einmal vor. Das Projekt Altersarmut/ Heilig Kreuz wurde mit 5500 Euro bedacht. „Das Geld kommt gerade recht, um die tiergestützte Therapie im Seniorenzentrum Rothe Erde zu unterstützen“, sagt Sozialarbeiterin Marie Kuss. Denn die trage in erheblichem Maße dazu bei, das Wohlbefinden und die Lebensqualität von zum Teil sehr eingeschränkten Bewohnern zu steigern.

Hilfe für „Feuervogel“

Das Projekt „Feuervogel“ der Suchthilfe kann sich über 3000 Euro freuen. Laut Projektleiterin Marie Gurr werden solche Spendengelder gerne genutzt, um den Kindern Extra-Angebote zu ermöglichen. Das Projekt hilft Kindern und Jugendlichen mit suchtkranken Eltern, trotz dieser schwierigen familiären Situation auch an sich zu denken und ihren eigenen Weg zu finden.

3000 Euro gehen an das Projekt „Querbeet“, das die Beziehung zwischen Nachbarschaft und Drogenabhängigen verbessern will. Das Angebot der Drogenhilfe ermöglicht Suchtkranken, als Gärtner in Aktion zu treten und unter anderem die Umgebung des Café Plattform und den Kaiserplatz mit Blumenarrangements zu verschönern. Und für den Adventsbasar spendeten sie gleich ein ganzes Sortiment an Grünpflanzen in kleinen Betongefäßen. Laut Sozialarbeiter Björn Schum trägt das Projekt in der Tat dazu bei, das Verhältnis zwischen Suchtkranken und den Menschen in ihrer Umgebung wesentlich zu verbessern.

Trauerbegleitung

Trauerbegleitung hat sich das Projekt „DiesSeits“ zum Thema gemacht und bietet in verschiedenen Altersklassen Unterstützung an. „Auch bei der Trauerarbeit mit Kindern kann eine tiergestützte Therapie sehr hilfreich sein“, führte Ingrid Berg aus. Denn der Umgang mit Pferden beispielsweise helfe ihnen dabei, Selbstbewusstsein aufzubauen. 2000 Euro gehen an dieses Projekt.

Die Rumänienhilfe (Caritas) der Pfarre St. Andreas wird schon seit Beginn des Adventsbasars unterstützt und bleibt auch weiterhin auf der Spendenliste. 2000 Euro gibt es in diesem Jahr dafür. Karin Kusenbach und Katinka Kennepohl sind schon von Anfang an dabei und unterstützen eine Sozialstation in Rumänien, die sich vor allem auch um die älteren Bewohner auf dem Land kümmert, die nach ihrer Darstellung ohne jegliche Hilfe in zum Teil unhaltbaren Verhältnissen leben.

Mehr von Aachener Zeitung