Aachen: Bei der 18. Aachener Kunstroute mischen 200 Künstler mit

Aachen: Bei der 18. Aachener Kunstroute mischen 200 Künstler mit

„In Kunst baden.“ Das will Kulturdezernentin Susanne Schwier am kommenden Wochenende selbst und sie rät es auch jedem anderen. Möglich wird das bei der 18. Aachener Kunstroute, bei der am 26. und 27. September den ganzen Tag lang 44 Einrichtungen bei freiem Eintritt zum Schnüffeln, Stöbern und Staunen einladen.

200 Künstler und Künstlerinnen sind beteiligt, 65 Events — Lesungen, Vorträge, Musik, Führungen, Diskussionen — werden organisiert. Das ist Rekord.

Immense Vielfalt

Mit dabei sind nicht nur sechs Museen, sondern vor allem sehr viele Galerien, Künstlergruppen und Kulturinstitutionen oder Ausstellungsräume. Sogar eine Streetart-Aktion ist im umfangreichen Programmflyer zu finden. „Die Kunst ist die einzige Sparte, die es schafft, gemeinsam — freie und kommunale Vertreter — an einem Wochenende eine gemeinsame Aussage zu machen“, ist Rick Takvorian, leitender Veranstaltungsmanager des Kulturbetriebs, begeistert von der gewachsenen Zusammenarbeit, die eine immense Vielfalt für die Besucher ermöglicht.

Um in den unendlichen Möglichkeiten des Kunst-Badens am Ende nicht zu ertrinken, rät Heinrich Hüsch, Organisator der Aachener Kunstroute seit 2011, zunächst zum Besuch in der Aula Carolina. Dort ist wie im vergangenen Jahr ein Infopunkt eingerichtet, der über Inhalt und Verortung aller Stationen Auskunft gibt. In der Sonderausstellung „Spektrum 2015“ — sie wird bereits am Freitagabend eröffnet — können sich die Besucher zudem einen Eindruck der Vielfältigkeit der Kunstroute verschaffen, denn dort sind über 50 Künstler mit Werken vertreten, die auch an den einzelnen Stationspunkten wiederzufinden sind.

Keine Konkurrenz

Viele Besucher nutzen die Kunstroute, um ihr Lieblingsbild zu entdecken. Auch Jüngere, wie die Kulturdezernentin immer mal wieder erfreut feststellen darf. Gerade auch deshalb seien die beteiligten städtischen Museen keine Konkurrenz für die Galerien und Ateliers, „denn dort kann man die Kunst nicht erwerben“, meinte Schwier. Wer allerdings jeden Cent beisammenhalten muss, wird möglichweise dennoch bald im Besitz eines Meisterwerkes sein. „Schon beim Besuch von vier Stationen hat man die Chance, ein ‚Kunstwerk nach Wahl‘ im Wert von 500 Euro zu gewinnen“, machte Hüsch noch mehr Lust auf die Kunstroute.

Zwingend muss man dafür übrigens nicht in die Innenstadt — obwohl dort natürlich die Mehrheit an Stationen zu finden ist. Manch einem Betrachten von Farben und Formen kann einem Wandeln durchs Grüne vorangehen oder folgen: Das KuKuK am Grenzübergang Köpfchen oder der deutlich unbekanntere Skulpturenhügel in Aachen-Lemiers sind da nur zwei Beispiele, wie man Sonntagsspaziergang und Kunstbad miteinander verbinden kann. Alle 44 Stationspunkte der 18. Aachener Kunstroute haben am Wochenende, 26. und 27. September, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist überall frei.

Alle Stationen mit ihrem Programmangebot sind unter www.aachenerkunstroute.de zu finden. Dort werden auch die „Kunstwerke nach Wahl“ vorgestellt. Die Vernissage der Sonderausstellung „Spektrum 2015“ in der Aula Carolina ist am Freitag, 25. September, um 20 Uhr.

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