Forst: Bei den St.-Katharina-Schützen bleibt die Königswürde in der Familie

Forst: Bei den St.-Katharina-Schützen bleibt die Königswürde in der Familie

Frauen prägen die diesjährige Schützensaison, stellen doch vielerorts die Schützenfrauen ihre Treffsicherheit unter Beweis und sammeln damit Königinnenehren. Aktuellstes Beispiel hierfür ist Brigitte Radermacher (44) von den St.-Katharina-Schützen Aachen Forst, die bei 15, zuletzt zwölf Bewerbern, mit dem 108. Schuss den Königsvogel zu Fall brachte.

Beruflich als Chemielaborantin tätig, ist sie bereits seit 30 Jahren Schützin und war schon 2015 Königin. Dem nicht genug. Dreimal begleitete sie ihren Mann Adi Radermacher (52) auch als Königsgattin.

Wen wundert es, dass er nun bei sieben Ex-Königen als Bewerbern mit dem 56. Treffer auch König der Könige wurde. „Super, so bleibt alles in der Familie“, zeigte sich der Schlossermeister begeistert, und so lagen sich beide Majestäten glücklich in den Armen. „Mein Mann ist nun auch mein Stellvertreter“, strahlte die neue Königin.

Es überrascht nicht, dass auch beide Töchter, Franziska (23) und Katharina (18) Schützinnen sind. Letztere war bereits 2014 sowie im vergangenen Jahr Prinzessin und wurde jetzt mangels Bewerbern auch für 2017 zur Prinzessin ernannt. Außerdem ist sie noch amtierende Stadtprinzessin des Vorjahres. Sie hat gerade am Stolberger Ritzefeld-Gymnasium ihr Abitur bestanden und wird nun ein duales Studium zur Gesundheitstrainerin beginnen.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass in dieser Schützendynastie Schwager Friedhelm Bremen 2016 König war, der bei den Katharina-Schützen auch 1. Brudermeister ist. Dennoch soll das Schießen in der Großfamilie zu Hause kein Gesprächsthema sein, versicherten die Majestäten.

Im Verlauf des dreitägigen Schützenfestes holte sich zudem Michael Küchen beim Vereinsschießen die Jakob-Kommer-Plakette. Ehrungen werden traditionell erst beim Königsball im Herbst vorgenommen.

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