Aachen: Bei „Aachen 2025“ sind auch utopische Einfälle willkommen

Aachen : Bei „Aachen 2025“ sind auch utopische Einfälle willkommen

„Ich freue mich auf das Unvorstellbare, auf fantastische Ideen, die in der Zukunft liegen und uns zum Staunen bringen.“ Mit diesen Worten beschreibt Dr. Nadine Bergner, RWTH Aachen, ihre Erwartungen an einen Wettbewerb, der junge Menschen jetzt auffordert, sich Gedanken über die digitale Zukunft zu machen.

Der Preis „Aachen 2025“ zeichnet Projektideen junger Menschen aus, die zeigen, wie Digitalisierung zur Vereinfachung des Alltags, zur Verbesserung der Welt oder zur Lösung von gesellschaftlichen Fragestellungen beitragen kann. Und dabei werden ihren Ideen keine Grenzen gesetzt: Sie dürfen und sollen durchaus auch Utopien entwickeln. Gefragt sind kreative, originelle und spannende Ideen, die erst durch die Digitalisierung möglich werden. Und das Stichwort dabei lautet: „Zuhause in der Zukunft?“

Dank des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schönauer wird es für die Sieger jeweils eine entsprechende Plastik geben: „Es ist eine luftige, segelartige, fast gewichtsfreie Assoziation in einem ganz besonderen Werkstoff“, beschreibt der Künstler die eigene Arbeit.

Tatsächlich soll das kleine Modell in größerer Form und zudem in einem Werkstoff entstehen, der laut Prof. Thomas Gries, Institutsleiter ITA, bislang noch nicht die richtige Würdigung gefunden hat: Der „textilbewehrte Beton“ ist besonders leicht und formbar und deshalb laut Schönauer ein ganz wunderbares Material auch für Künstler.

Hand in Hand arbeiten das Institut für Textiltechnik der RWTH und der Künstler zusammen, um die große Skulptur möglich zu machen. Ein innovatives Projekt, dass nach Meinung aller Beteiligten Kunst und Wissenschaft in einer seltenen Kooperation zusammenbringt.

Auch die kleinen Varianten der Plastik spielen mit neuen Materialien aus dem Institut für Textiltechnik. Und so bringt schon die Plastik die Idee des Wettbewerbes klar zum Ausdruck: Denn beide loten die Möglichkeiten des Machbaren aus. Laut Rolf Geisen, Kuratorium „Aachen 2025 Preis“, müssen die Älteren mit Blick auf die Digitalisierung von den Jüngeren lernen.

3000 Euro Preisgeld winken

Und diese sind nun aufgefordert zu zeigen, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Teilnahmeberechtigt sind junge Menschen im Alter zwischen 13 und 20 Jahren aus der ganzen Euregio. Die Ideen und Projekte sollen in Form kurzer Filme dargestellt werden. Einsendeschluss ist der 31. August. Die Preisverleihung wird Anfang September sein. Der erste Preis ist mit 3000 Euro dotiert, der zweite mit 2000 Euro und der dritte mit 1000 Euro.