Familienzentrum „Schikita“: Behinderung ist kein Hindernis

Familienzentrum „Schikita“ : Behinderung ist kein Hindernis

„Gemeinsam stark und sportlich“ sind die 48 Kinder des inklusiven Familienzentrums „Schikita“ in der Scheibenstraße. Mit viel Freude absolvieren sie das Minisportabzeichen-inklusiv in den unterschiedlichen Disziplinen wie Springen, Laufen und Werfen.

Das 2017 vom Stadtsportbund Aachen entwickelte Minisportabzeichen-inklusiv für Kinder mit und ohne Einschränkungen ist auf der Grundlage des Minisportabzeichens für anerkannte Bewegungskindergärten der Stadt Aachen entstanden.

Die Geschäftsführerin des Stadtsportbundes, Nadine Frey, und Sport-Inklusionsmanagerin Sina Eghbalpour vom Stadtsportbund Aachen sind stolz auf das gelingende zweite Jahr, in dem insgesamt vier inklusiven Kitas in Aachen erfolgreich am Minisportabzeichen-inklusiv teilnehmen. „Mit dem Minisportabzeichen-inklusiv möchte der Stadtsportbund Aachen zeigen, wie Inklusion durch Sport gelingen kann!“ betont Nadine Frey.  Das Minisportabzeichen-inklusiv soll vor allem Spaß machen und die sportmotorischen Fähigkeiten fördern, nicht aber die Leistung der Kinder messen.

Der Inklusionsgedanke, dass Kinder mit und ohne Einschränkungen Übungen gemeinsam bewältigen, steht hierbei vor allem im Vordergrund. Sina Eghbalpour macht deutlich „Ziel ist es, dass Minisportabzeichen-inklusiv in den Kitas in Aachen zu etablieren. Es sensibilisiert unsere Gesellschaft, schafft ein Wir-Gefühl und stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder.“ Ohne die Unterstützung der Stawag hätte das Minisportabzeichen-inklusiv nicht realisiert werden können.

Doris Noteborn, Leiterin des inklusiven Familienzentrums „Schikita“ der Caritas Lebenswelten, ist die Teilnahme in ihrer Einrichtung am Minisportabzeichen-inklusiv sehr wichtig. Die Schikita wird von 48 Kindern besucht, davon haben 22 Kinder einen erhöhten Förderbedarf im Bereich Wahrnehmungsstörung und geistige Behinderung. Noteborn erklärt, dass Handicaps in der Schikita mit aller Selbstverständlichkeit und Normalität akzeptiert werden.

Auch Kinder ohne Beeinträchtigung dürfen testen, wie es sich anfühlt, stark seheingeschränkt zu sein, und versuchen mit verbundenen Augen zu werfen. Ob mit starker Seh-, Hör- oder geistiger Beeinträchtigung, alle Kinder erhalten am Ende des Tages eine Medaille.

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