Aachen: Beendet den Streik: Stadt appelliert an Gewerkschaften

Aachen: Beendet den Streik: Stadt appelliert an Gewerkschaften

Heinz Lindgens zuckt mit den Schultern. „Ich verstehe das alles nicht”, sagt er ernst. Dann schüttelt er den Kopf. Bislang hat sich die Stadt Aachen zurückgehalten, wenn es um den Streik der Erzieherinnen und Erzieher an den städtischen Kindertageseinrichtungen und den Offenen Ganztagsschulen geht.

Doch nun bezieht Personaldezernent Lindgens im Namen der Verwaltung Position: „Es muss endlich Vernunft einkehren. Es wird verhandelt, und da würde ich die Gewerkschaften nicht verstehen, wenn die Streiks weiter gehen.” Doch sie gehen weiter, zumindest heute wird wieder gestreikt.

Seit etwa zwei Wochen müssen Stadt, Eltern und Kinder mit geschlossenen Kindertagesstätten und streikenden Erzieherinnen und Erziehern leben. 130 Kindertagesstätten gibt es in Aachen, 58 davon sind in städtischer Trägerschaft. Sie und elf Offene Ganztagsschulen sind von dem Streik betroffen. Rund 700 städtische Mitarbeiter haben auch am Mittwoch wieder die Arbeit niedergelegt, mit Sketchen haben sie in der Innenstadt auf ihre Probleme aufmerksam gemacht.

260 Plätze für Notfälle hat die Stadt auch am Mittwoch wieder an Einrichtungen („Not-Kitas”, Infos über „Call Aachen”, 4320) erhalten. Diese Plätze sind ausschließlich für Kinder ab drei Jahren vorgesehen, U3-Notplätze gibt es nicht. Und auch die 260 sind nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Insgesamt gibt es 3600 Plätze an städtischen Kitas.

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