Pfadfinderschaft macht unsere Stadt schöner: Beauty-Wochenende für einen historischen Flecken

Pfadfinderschaft macht unsere Stadt schöner : Beauty-Wochenende für einen historischen Flecken

72 Stunden. So lange läuft die jährliche Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), durch die die Welt, so der Bund, „ein Stückchen besser“ gemacht werden soll. In ganz Deutschland machen sich junge Katholiken und Pfadfinder auf, um gemeinnützige Projekte zu verwirklichen. Die Aachener Pfadfinder vom Stamm Heilig Kreuz waren auch von Donnerstag bis Sonntag beschäftigt. 72 Stunden am Stück waren sie rund um ihr sogenanntes „Truppheim“ im Ponttor zugegen.

Normalerweise treffen sie sich dort einmal in der Woche, um Stammesangelegenheiten zu besprechen, gemeinsam Zeit zu verbringen, zu singen und Projekte vorzubereiten. Jetzt ging es an die Verschönerung ihres „Truppheims“.

Die rund 70 Mitglieder des Stammes Heilig Kreuz Aachen, der zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gehört, hatten sich Verschiedenes überlegt, um das alte Stadttor, das seit langer Zeit als Bezirksheim der Pfadfinder dient, schöner zu gestalten. In vier Tagen sollte das Ponttor von Gestrüpp und Unkraut befreit werden, die Straßenunterführung durch ein großes Mosaik und Wandmalereien aufgehübscht werden und Beete in den Grünflächen am Ponttor sollten angelegt werden

„In den Beeten haben wir unter anderem Kräuter angepflanzt, mit denen wir Kräuterquark machen wollen“, erklärte eine der teilnehmenden Pfadfinderinnen. Außerdem brachten die „Pfadis“ auch Pfandringe an den Mülleimern an, die rund um das Ponttor aufgestellt sind. Die Pfandringe sind selbst gebaute, kleine Konstruktionen, in die Pfandflaschen gesteckt werden können. So soll weniger Pfand in den Büschen landen und stattdessen gesammelt werden können.

Allein in Aachen nahmen rund 870 Mitglieder der BDKJ teil. Nachdem sich die verschiedenen Pfadfinderstämme und Verbände der Katholischen Jugend getroffen hatten, ging es am Freitag für die Pfadfinder vom Stamm Heilig Kreuz auf die „Fridays for Future“-Klimademo durch die Innenstadt Aachens. Anschließend begann dann die Planung und Umsetzung der Verschönerungs-Aktionen rund um die Torburg am Pontwall.

Zuerst hieß es Kacheln brechen, um das Mosaik an die Wand in der Unterführung des Pontwalls zu bauen. Welches Symbol dort ab jetzt die steinerne Wand schmücken soll? Natürlich die bekannte Kreuzlilie der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg. Ursprünglich war es eine Kompasslilie, die zum weltweiten Symbol der Pfadfinderbewegung werden sollte. Die Pfadfinderkluften schmücken noch heute abgewandelte Formen der ursprünglichen Lilie, die als Zeichen der Orientierung zu verstehen ist. Auch als Orientierung auf dem Pfad des Lebens. Dass die jungen Abenteuerlustigen auf dem richtigen Pfad wandeln, scheint sicher – die Stadt zu verschönern, für die Umwelt und für Sauberkeit zu arbeiten, ist ein erklärtes Ziel. Ein Ziel, das in 72 Stunden erreicht wurde.

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