Aachen: Bauzaun für die archäologische Vitrine steht

Aachen: Bauzaun für die archäologische Vitrine steht

Es geht los mit der archäologischen Vitrine im Elisengarten - seit Donnerstag auch deutlich sichtbar: Nachdem am 7. Juli bereits der symbolische, erste Spatenstich stattgefunden hat, wurde am Donnerstag der Bauzaun aufgebaut.

Schon gegen 6 Uhr früh ging es los, um möglichst fertig zu sein, wenn bei gutem Wetter die Sonnenhungrigen die Wiesen bevölkerten. Bereits im kommenden November will man mit der Konstruktion aus Edelstahl und Glas fertig sein, die dann den Blick auf gut 160 Quadratmeter Aachener Geschichte freigibt - 5000 Jahre, von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter.

Infos zur Vitrine

Im Herbst 2008 wurden 2000 Quadratmeter des Elisengartens anlässlich seiner bevorstehenden Umgestaltung archäologisch untersucht, die Hälfte davon unter einem großen Zelt und unter großer Anteilnahme aus der Bevölkerung. Fundstücke aus 5000 Jahren Aachener Geschichte traten zutage - „von der Jungsteinzeit über die Römerzeit bis ins Mittelalter”, so Stadtarchäologe Andreas Schaub. Er veranstaltete damals zahlreiche Führungen an der Grabungsstätte, auch unzählige Schulklassen und Gruppen nahmen daran teil.

„Aus den Reaktionen wurde deutlich, dass viele Menschen die Ergebnisse dauerhaft sehen wollten”, sagte Marcel Philipp beim Spatenstich. „Im Unterschied zu anderen archäologischen Vitrinen sind hier keine Einzelobjekte zu sehen, sondern ein Querschnitt aus der Geschichte Aachens”, erläutert Andreas Schaub. „Geschichte wird erlebbar gemacht”, ergänzte Gerhard Wittfeld von kadawittfeldarchitektur, Verfasser des Entwurfs, der im März 2009 mit dem 1. Preis im Architekturwettbewerb ausgezeichnet wurde. Der Planungsausschuss bestätigte wenig später diese Wahl. Die Archäologische Vitrine wird eine feste Station im Rahmen der „Route Charlemagne”. Dank der großzügigen Spende des Aachener Unternehmens DSA - Daten- und Systemtechnik GmbH aus der Pascalstraße kann jetzt der Bau beginnen.

Mit bis zu 180.000 Euro beteiligt sich der Software-Entwickler an den Baukosten und übernahm damit den städtischen Eigenanteil an den Gesamtkosten von rund 860.000 Euro, die aus dem Städtebauförderpaket „EuRegionale 2008” finanziert werden.