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Baustelle an Krefelder Straße und Ludwigsallee

Baustellen in Aachen : Auf den Straßen gehen die Bauarbeiten in die nächste Runde

Eine Autofahrt nach Aachen oder durch Aachen ist derzeit nicht immer lustig. Vor allem nach dem Wochenende dürfte einigen Verkehrsteilnehmern an neuralgischen Punkten das Lachen vergehen.

Während die Baustelle an der Krefelder Straße am Montagmorgen ab sechs Uhr laut städtischem Presseamt abgeschlossen und die Vollsperrung damit aufgehoben sein soll, geht es ein paar Meter weiter erst richtig los...

An der Krefelder Straße wird in diesen Tagen die neue Asphaltdecke aufgetragen, nachdem es dort im Juni zu Schäden an einer Wasser-Transportleitung an der Bastei gekommen war. Zusätzlich wurde die Fahrbahn durch die großen Wassermengen, die bei dem Schaden ausgetreten sind, unterspült. Mittlerweile ist alles ausgebessert und erneuert, sodass die Vollsperrung am Montag nach vier Tagen und nach Fertigstellung der Straßenmarkierungen wieder freigegeben werden kann. Übers Wochenende gilt noch eine Umleitung über den Prager Ring, die ausgeschildert ist.

Wer allerdings von der Krefelder Straße aus in Richtung Ludwigsallee abbiegt, der wird sich auf den nächsten Stau einstellen können. Ab Montag, 15. Oktober, werden die Ludwigsallee und Teile der Roermonder Straße von Regionetz (Stawag) umfangreich saniert. Die Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser sowie Abwasserkanäle sollen für rund 1,5 Millionen Euro erneuert werden.

Arbeiten in zwei Phasen

Die Arbeiten sind in zwei Phasen angelegt. Die erste beginnt am Montag, die zweite wohl erst in zwei Jahren. Zunächst wird im Kreuzungsbereich Roermonder Straße gewerkelt, dann zieht es sich in Abschnitten bis zur Kreuzung Lousbergstraße. Parallel dazu wird der Bereich Roermonder Straße bis Turmstraße stadteinwärts saniert. Rund acht Monate soll das dauern. Hinzu kommen rund vier Monate, in denen an den Versorgungsleitungen gearbeitet wird, bis dann voraussichtlich im November 2019 die Fahrbahndecke geschlossen werden kann.

Die Asphaltdecke ist drauf, es fehlen nur noch die Markierungen. Dann soll die Krefelder Straße fertiggestellt und ab Montag wieder frei für den Verkehr sein. Foto: ZVA/Harald Krömer

In der zweiten Phase wird die Ludwigsallee zwischen Kupferstraße und Bastei angegangen. Der Verkehr wird auf der Ludwigsallee in Höhe der Baustelle von zwei Spuren auf eine geleitet. Damit Rettungs-, Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge die Strecke schnell passieren können, wird ein Stück des Gehwegs freigegeben, der Parkstreifen wird teilweise gesperrt, wodurch 35 Parkplätze wegfallen, 16 davon an der Roermonder Straße.

Die Rechtsabbiegespur in Richtung Laurensberg bleibt erhalten und auch Busse fahren wie gewohnt. Erst Ende 2019 könnte es zur Vollsperrung kommen.

Straßensanierung Lintertstraße

Doch nicht nur in der Ecke Krefelder Straße/Ludwigsallee tut sich etwas. Auch in der Lintertstraße wird ab Montag gearbeitet. Der Stadtbetrieb setzt die Fahrbahnflächen im Bereich von der Einmündung zur Schönforststraße bis vor die Einmündung zur Straße Forster Linde instand. Am 27. Oktober soll hier alles erledigt sein. Eine Sperrung in dem Bereich ist vorgesehen. Daher sind in dieser Zeit die Hof- und Garagenzufahrten nur bedingt erreichbar. Zwischen Donnerstag, 25. Oktober, und Samstag, 27. Oktober, wird die Fahrbahndecke erneuert, sodass die Straße nicht mehr passiert werden kann. Es wird eine Umleitungsstrecke eingerichtet: Der Verkehr wird von der Adenauer Allee über die Königsberger Straße in den Grauenhofer Weg auf die Linterstraße geleitet, und andersherum.

Das Parken auf den Seitenstreifen ist während der gesamten Bauzeit nicht möglich. Außerdem kann es wegen der Arbeiten zu Lärm- und Schmutzbelästigung kommen. Die Mitarbeiter vor Ort werden versuchen, das durch entsprechende Schutzmaßnahmen auf ein möglichst geringes Maß zu reduzieren, erklärt die Stadt.

„Letzter Bauabschnitt“

Zudem sollten Ende Oktober die Arbeiten an der Münsterstraße in Brand zu Ende gehen. Dort wurden Sanierungsarbeiten zwischen Wilhelm-Ziemons-Straße und dem Vennbahnweg durchgeführt, die bald nach rund drei Monaten abgeschlossen werden können. „Wir befinden uns im letzten Bauabschnitt“, sagt Harald Beckers vom städtischen Presseamt. Noch sei nicht ganz klar, ob die Fertigstellung Ende Oktober eingehalten werden könne. Mit viel Verzögerung sei aber nicht zu rechnen.

Damit, dass die Baustelle sich dem Ende neigt, rechneten auch einige Anwohner der Mozartstraße. Ein Leser unserer Zeitung gibt an, dass er laut städtischer Webseite über eine Fertigstellung Ende September 2018 informiert wurde. Tatsächlich dauern die Bauarbeiten, die sich über Mozart-, Franz- und Karmeliterstraße erstrecken, aber bis März 2019 an. Die Fehlinformation ist laut Harald Beckers auf einen Fehler im System zurückzuführen: „Im Baustelleninformationssystem werden die Daten zu den Baustellen von der Verkehrsbehörde eingegeben. Allerdings ist dies derzeit nur für einen überschaubaren Zeitraum möglich.“ Die Baustelle an der Mozartstraße sei sehr aufwendig und laut Beckers hätte die Stadt auch auf anderen Wegen kommuniziert, dass die Baustelle länger andauern werde. „Wir versuchen allerdings, das besser hinzukriegen. Denkbar wäre eine neue Rubrik im Baustelleninformationssystem.“

Eine Übersicht über die Baustellen in der Stadt gibt es im Baustelleninformationssystem auf der Webseite der Stadt Aachen.