Aachen: Bands im Blick: Die „Rehearsal Heroes“ wollen's wieder wissen

Aachen: Bands im Blick: Die „Rehearsal Heroes“ wollen's wieder wissen

Als „Helden der Probe“ wollen die Rehearsal Heroes nicht in die Geschichte eingehen. Aus diesen Grunde wird die „Altherrenriege“ in naher Zukunft wieder die Bretter entern. „Wir haben uns in den letzten zwei Jahren in Bezug auf Live-Konzerte rar gemacht, waren bei der Vervollständigung unseres Programms sehr kreativ und hatten dabei viel Spaß“, blickt Rolf Lamm auf die jüngere Vergangenheit der Band zurück.

„Im Proberaum schießen wir uns den Kopf frei und frönen im Kollektiv unserem Hobby Musik“, so Rolf Lamm weiter, der wie seine Mitstreiter Kalle Ohler (Gitarre), Frank Vogel (Bass) und Walter Schöller (Schlagzeug) schon seit Jahrzehnten aktiv in der Musikszene unterwegs sind. Rolf Lamm und Kalle Ohler haben zusammen bei der Aachener Band Boys‘R‘Us gerockt, mit der sie auch überregional ein gutes Standing hatten.

Lamm erinnert sich vor allem gerne an die Veröffentlichung der letzten CD von Boys‘R‘Us, deren Release-Party im Ludwig-Forum aufgeführt wurde. „Jede CD war in einem Metallschuber eingepackt, und der bekannte Künstler Karl von Monschau hatte alle 500 CDs, die wir damals haben pressen lassen, zu einen Quadrat zusammengelegt und darauf ein Gesamtkunstwerk erstellt. Jede CD-Hülle ist visuell ein Unikat“, plaudert Lamm. Aber das sei Schnee von gestern und es zähle nur noch die neue Kapelle Rehearsal Heroes, mit der es noch mal wissen möchte, so der charismatische Sänger.

Musikalisch hat der Vierer in der klassischen Bandbesetzung seine Heimat im Blues und Rock gefunden. Laut eigener Aussage befassen sich die Texte mit Alltäglichkeiten, die meist augenzwinkernd betrachtet werden, und die Lieder selbst haben einen hohen Wiedererkennungswert.

Im Gegensatz zu den Songs bei Boys‘R‘Us haben die Rehearsal Heroes die Keyboards am Baggersee beerdigt und lassen es musikalisch eher krachen. „Wir hängen uns die Gitarren um und geben mächtig Gas“, gibt der 57-jährige Geschäftsführer einer Firma für Lasertechnik die Marschrichtung der Kapelle aus.

Die 2001 gegründete Band wolle keinem Trend folgen, sondern vielleicht selbst einen Trend kreieren. Lamm gefällt, dass derzeit viele altgediente alte Musiker wieder ihre Instrumente von Patina befreien und noch mal mitmischen wollen.

„Das bereichert auf der einen Seite die Vielfalt der Aachener Musikszene und auf der anderen Seite motivieren wir alte Fans handgemachter Live-Musik, die heimische Couch zu verlassen und nach vielen Jahren noch mal in die Aachener Musikszene einzutauchen, die wahrlich über eine große Vielfalt und fachliches Können seitens der Musik aller Altersstufen verfügt!“