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Verfolgung: Auto durchbricht Kontrolle auf der A44 und flüchtet

Verfolgung : Auto durchbricht Kontrolle auf der A44 und flüchtet

Die Bundespolizei hat am Sonntagabend Fahrzeuge auf der A44 kontrolliert. Ein Auto hat diese Kontrolle durchbrochen und flüchtete. Dabei warf der Fahrer Drogen aus dem Fenster.

Wie die Bundespolizei bestätigt, waren die Beamten am Sonntagabend auf der Autobahn A44 bei Aachen-Brand im Einsatz, um aus Belgien kommende Fahrzeuge zu kontrollieren. Dies sei ein Schwerpunkteinsatz, den die Polizei regelmäßig im grenzüberschreitenden Verkehr durchführt. Dazu wurde der Verkehr in dem Bereich auf eine Spur geführt.

Es kam zu zwei Vorfällen bei der Kontrolle. Als die Polizisten kurz nach 21.30 Uhr einen Wagen mit belgischem Kennzeichen der Marke BMW kontrollieren wollten, durchbrach dieser die Kontrolle und flüchtete „mit Vollgas und rücksichtslos“ über das Aachener Kreuz und die A4 in Richtung Niederlande. Die Polizei nahm die Verfolgung auf. Dabei waren ein Hubschrauber und mehrere Polizeiwagen beteiligt. Hinter der Grenze wurde die Verfolgung jedoch abgebrochen, das Auto entkam.

Es stellte sich heraus, dass der Fahrer während der Verfolgungsfahrt ein Paket mit Drogen aus dem Fenster geworfen hatte. Dies komme als Ursache der Flucht infrage, erklärt die Autobahnpolizei. Die Betäubungsmittel wurden neben der Autobahn gefunden und sichergestellt. Es handelte sich mutmaßlich um Ecstasy-Tabeletten. Es wurden zwei Ermittlungsverfahren gegen den unbekannten Fahrer eingeleitet – wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und die illegale Einfuhr einer nicht geringen Menge an Betäubungsmitteln.

Auch der Fahrer eines Transporters wollte sich der Kontrolle entziehen. Dieser konnte nach kurzer Verfolgung aber gestoppt und kontrolliert werden. Die Beamten stellten „mehrere kleine Verstöße“ fest, es wurde eine Anzeige gefertigt.

Während des Einsatzes wurden außerdem mehrere polizeilich gesuchte Personen kontrolliert. Es handelte sich dabei aber nicht um ausstehende Haftbefehle, erklärt die Bundespolizei. Eine unerlaubte Einreise, verschiedene Verkehrsverstöße sowie waffenrechtliche Verstöße wurden weiterhin festgestellt. „Schwere Waffen“ seien nicht dabei gewesen.

(red)