Auszeichnung für Fotografen des Medienhauses

Auszeichnung für Fotografen : Silberne Nuss als Zeichen höchster Anerkennung

Es gibt einfach nichts zu beschönigen. In jener „vergleichsweise unbedeutsamen Stadt“, in der gut frisierte Banausen ihr Unwesen treiben, fand er seine neue Heimat. Doch nicht nur das. Der „kreative Akteur, der als Mosaikstein die Stadt mitzusammenhält“, hat den „Internationalen Freundschaftspreis mit ganzen Nüssen“ mehr als verdient.

Das betonte Wendelin Haverkamp, „Krematoriums“-Mitglied in seiner Laudatio. Preisträger ist der Fotograf Andreas Herrmann.Aber um wen handelt es sich denn nun? Wer darf den mit Zuneigung und einem Abendprogramm dotierten Preis sein Eigen nennen?

Die Rede ist von Andreas Herrmann. Der Industrie- und Pressefotograf, der seit Jahren unter anderem für das Aachener Medienhaus tätig ist, kam 1974 in die Kaiserstadt. Und das sogar freiwillig. Keine schlechten Voraussetzungen für die Entwicklung heimatlicher Gefühle.

Aber zurück zur feierlichen Übergabe, die unter musikalischer Begleitung von Dieter Kaspari, Uwe Böttcher, Marc Beumers, Manfred Leuchter und Kieran Halpin im Kuckucksnest stattfand. „Fürs Studium der Architektur zog er in die Kaiserstadt. Bewegte sich zwischen Mensa und Grieche, Grieche und Mensa. Tanzte Sirtaki und lebte in einer der zahlreichen WGs in Vaals,“ betonte Haverkamp.

Mit Prominenz verkehrt

Dass Andreas Herrmann bereits schon damals mit der Prominenz der Stadt verkehrte, wusste in den 70ern noch keiner. Kleiner Insider gefällig? Mit keinem geringeren als mit Ernst Schmachtenberg, ehemaliger Rektor der RWTH Aachen, hechelte er gemeinsam im Geburtsvorbereitungskurs. Da kann man ja schon fast vor Neid erblassen, angesichts der Geschichten, die Herrmann erzählen kann.

Aber wen wundert das? Als Fotograf kennt er diese Stadt wie seine Westentasche. Und das als gebürtiger Münsteraner. „Sein humoristisches Talent machte ihn nicht nur schnell bekannt und beliebt, als Fotokünstler und Pressefotograf erschafft er stets neue Kunstwerke. So wie beispielsweise architektonische Aufnahmen, Naturmotive oder Reportagen über das Tanzfestival „Schrittmacher“, erzählte Haverkamp ferner.

Er macht die Stadt lebendig

Es seien Menschen wie er, die die Stadt lebendig machen und ihr ein Gesicht geben. Da versteht es sich natürlich von selbst, dass er die silberne Nuss nur beim Ertönen eines Tusches ablegen darf. Mit Würde und Stolz nahm Andreas Herrmann den Preis entgegen. Viele Worte brauchte es da gar nicht. „Super!“, so seine kurze, präzise und auf den Punkt gebrachte Aussage.

Beim anschließenden „Mitsing-Dingsbums“ feierten Herrmann und der Kreis der geladenen Gäste ausgelassen die Überreichung des Freundschaftspreises, der bereits zum dritten Mal verliehen wurde. Auch die vorherigen Preisträger, Runi Förster sowie Barbara und Walter Vennen, waren mitsamt ihrer persönlichen silbernen Nuss anwesend. Der „Internationale Aachener Freundschaftspreis mit ganzen Nüssen“ – das vielleicht humoristischste Highlight inmitten der unzähligen Preisverleihungen innerhalb der Stadt, welches „auf Lebzeiten von der Annahme von Printen befreit ist“.

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