Aachen: Ausstellungen und Vorträge um den Aachener Stadtgarten

Aachen: Ausstellungen und Vorträge um den Aachener Stadtgarten

Warum sitzt mitten im Stadtgarten ein Mann in einem Mammutbaum und fragt, ob der Garten selbst Stadt ist oder eine Stadt erst durch Gärten zur Stadt wird? Nun, der Mann im Baum ist Christoph Schäfer und sein Vortrag ist Teil der Ausstellungs- und Vortragsreihe „Public Gardens Public Generation” des Neuen Aachener Kunstvereins.

Der Düsseldorfer Künstler und Projektautor Markus Ambach inszeniert im Rahmen der neuen Reihe „Repräsentationen von Natur im städtischen Kontext” in Kooperation mit dem NAK und anderen Künstlern Ausstellungen und Vorträge um den Aachener Stadtgarten.

Er selbst sieht den Stadtgarten nicht nur als grüne Oase. „Der Garten ist auch der letzte freie Ort der Stadtgesellschaft”, erklärt er. Hier wird niemand als Kunde wahrgenommen und mit Werbung adressiert. Er ist Treffpunkt und Ort für Austausch und Beziehungen, für Kulturen und Gruppen.

Als eine Art Bühne für das städtische Leben im öffentlichen Raum wird er nun auch als Bühne für Kunst und Kultur genutzt. Der gesamte Entstehungsprozess des Projekts wird in die Öffentlichkeit verlegt und durch Führungen, Diskussionen und Aktionen im Park erlebbar.

Die Korrespondenz und Wechselwirkung zwischen den Parkbesuchern und den Künstlern wird zum bestimmenden Faktor der Ausstellung. Der Parkbesucher kann so den Verlauf des Projekts mitbestimmen.

Schon jetzt werden Teile des Projekts von den Parkbesuchern genutzt. „Notker” ist der Name des großen, schwarz-weiß gemusterten Podests von Martin Pfeifle, das aus dem Grün der wildgewachsenen Wiese hinter dem NAK-Gebäude hervorsticht. Während des Projekts wird es als Bühne genutzt, aber schon jetzt ist es beliebt als Treffpunkt oder auch Kleinkunstbühne.

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