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Aachen: Ausstellung zur Deutschsprachigen Gemeinschaft

Aachen : Ausstellung zur Deutschsprachigen Gemeinschaft

Besonders für die Belgier seien die Mitbürger aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) seltene Exoten, meint Gudrun Hunold. „Wenn man einem Belgier sagt, dass man aus der DG kommt, macht der oft ein Gesicht, als hätte er gerade gelesen: Bitte nicht füttern”, sagt sie.

Aber auch das Wissen der deutschen Nachbarn über die 842 Quadratkilometer kleine Gemeinde und ihre rund 74000 Einwohner hält sich meist in engen Grenzen. Das soll sich ändern, und zu diesem Zweck hat Hunold im Auftrag der DG eine Ausstellung konzipiert.

„Die Deutschsprachige Gemeinschaft - Unbekanntes Belgien?” lautet ihr Titel. Zu sehen ist sie bis zum 26. Juni in der Kundenhalle der Sparkasse am Münsterplatz während der Öffnungszeiten.

Zu sehen gibt es einen kurzen Abriss über die bewegte Geschichte der DG, dargestellt anhand bissiger Karikaturen. Daneben wirft die Ausstellung Schlaglichter auf die Wirtschaft und den Tourismus der kleinen Gemeinschaft.

Auch die Kultur kommt nicht zu kurz. Obwohl es da für den Rheinländer im Allgemeinen und den Aachener im Speziellen wenig Neues zu Erfahren gibt. Beim Karneval, in der Mainacht und an St. Martin legen die Einwohner der DG nämlich ähnlich merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag wie der traditionsbewusste Öcher.

Der „Regio Aachen” sei es wichtig gewesen, die Ausstellung „über die Grenze zu holen”, weil das Bewusstsein für die DG hierzulande noch immer recht dürftig sei, sagt Manfred Bausch. Sie sei zwar der kleinste Partner in der Euregio Maas-Rhein.

„Aber sie übernimmt oft eine Vermittlerrolle und deswegen ist sie für uns der wichtigste Partner”, sagt der stellvertretender Geschäftsführer von „Regio Aachen.”